Schlagwort: Verlage

Open Access mit Verlagen verhandeln: Worauf ist zu achten?

Die Transformation des wissenschaftlichen Publikationssystems zu Open Access erfordert Gestaltungswillen, eine klare Orientierung auf das Open-Access-Ziel und eine Prüfung und Bewertung alternativer (oder ergänzender) Wege dorthin. Anfang 2015 hat eine breit zusammengesetzte Arbeitsgruppe dazu ein Positionspapier veröffentlicht. Wege zur Open-Access-Transformation In der Open Access Week dominieren (zu Recht) Veranstaltungen und Initiativen, die Informationen zu Open Access verbreiten, Werbung für Open Access machen, die Öffentlichkeit einbeziehen. Diese Arbeit ist eine Voraussetzung für alle Open-Access-Arbeit – ohne Einbezug der Hauptakteure des Publizierens kann keine Transformation gelingen, ohne Herausstellen der gesellschaftlichen Vorteile durch Open Access wird wichtiges Potential verschenkt. Ebenfalls wichtig sind aber auch konkrete Schritte an Schlüsselstellen des Publikationswesens, insbesondere dort, wo Geld fließt. Open-Access-Transformation heißt am Ende eben auch, dass nicht mehr für das Lesen von wissenschaftlicher Literatur gezahlt wird. Überall und jedes Mal, wenn wissenschaftliche Einrichtungen und besonders Bibliotheken Vereinbarungen mit Verlagen treffen, wenn sie ihre internen Policies ausrichten etc.,

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PLoS ONE und Co: Das Phänomen „Megajournal“

Bis vor wenigen Jahren galt: In wissenschaftlichen Zeitschriften zu publizieren kostet Zeit. Die Journals brauchen diese Zeit — oft viele Monate, manchmal Jahre — um zu entscheiden, welchen Artikel sie publizieren und welche nicht. Was dabei herauskommt erfährt die Leserin in den regelmäßigen erscheinenden neuen Ausgaben der Zeitschrift. Und um zu erfahren, was die Welt da draussen von den Artikeln hält, sind aufwändige Recherchen nötig. Das alles dauert — während Forschungsergebnisse immer schneller poduziert werden. Viele WissenschaftlerInnen haben in den letzten Jahren eine neue Alternative zu solchen langsamen, wenig transparenten Publikationswegen für sich entdeckt: Die sogenannten Megajournals, allen voran PLoS ONE. In diesem Beitrag will ich kurz beleuchten was das Besondere an Megajournals ist, was sie für (manche) AutorInnen so attraktiv macht, und was wir von dieser Entwicklung vielleicht erwarten können.

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