Schlagwort: Physik

Zur Nobel Week 2015: Oszillierende Neutrinos und DNS-Reparatur

Nun ist sie da – und Stockholm (bzw. Oslo) und alle weiteren Beteiligten sind sicher in heller Aufregung: Die Nobel Week hat begonnen. Nachdem gestern schon die Nobel Lectures zu den Preisen in der Medizin und Literatur gehalten wurden, können wir heute die Vorträge der Preisträger in der Chemie, der Physik und den Wirtschaftswissenschaften sehen. Ebenfalls am Dienstag wird es die Rede zum Friedensnobelpreis geben. Die feierliche Verleihung der Preise folgt dann am Donnerstag.

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Allgemeine Relativitätstheorie in der Praxis: LISA Pathfinder hebt ab

Gestern früh um 5:04 MEZ ist sie gestartet, die Vega-Rakete mit dem LISA-Pathfinder-Satelliten an Bord. Der Satellit selbst war dann ab 6:49 MEZ eigenständig im All unterwegs. Mit Sicherheit ein bewegender Moment für die vielen Forscher und Forscherinnen, die u.a. am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut) in den letzten Jahren an der Entwicklung der Präzisionsmessgeräte zum Nachweis der durch die Einsteinsche Allgemeine Relativitätstheorie vorhergesagten Gravitationswellen mitgewirkt haben. Wünschen wir ihnen, dass LISA Pathfinder wie geplant am 1. März 2016 mit seiner wissenschaftlichen Messkampagne beginnen kann. Den Aufbau der Infrastruktur von LISA, der Laser Interferometer Space Antenna mit seinen vorbereitenden Messungen konnte ich schon seit Jahren in Form der bei mir zur Sacherschließung eintreffenden (überwiegend Hannoverschen) Dissertationen verfolgen. Über das (von mir angesetzte …) und vergebene Schlagwort LISA <Astronomie> lassen sich diese Arbeiten (als „verwandte Publikationen“)  gut identifizieren. Weitere Literatur zum Themenkomplex findet man über die Schlagworte Gravitationswelle oder Gravitationswellendetektor.

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100 Jahre Allgemeine Relativitätstheorie

Vor einhundert Jahren also – im November 1915 – oder um genau zu sein: In 4 Vorträgen stellte Albert Einstein seine Allgemeine Relativitätstheorie vor der Preußischen Akademie der Wissenschaften vor: Am 4. November sprach er „Zur allgemeinen Relativitätstheorie“ und ergänzte am 11. November mit einem Nachtrag. Am 18. November erklärte Einstein die Perihelbewegung des Merkur aus der allgemeinen Relativitätstheorie. Am 25. November entwickelte er dann abschließend „Die Feldgleichungen der Gravitation“. Wer sich diese Paper als Originalveröffentlichung aus dem Jahr 1915 ansehen möchte, kann dies in Haus 2 in den Sitzungsberichten der Preussischen Akademie der Wissenschaften zu Berlin tun – aber Achtung, für unsere Altbestände gelten besondere Nutzungsmodalitäten. Eine Zusammenstellung der von Albert Einstein zwischen 1914 und 1932 in den Sitzungen der Preußischen Akademie der Wissenschaften gehaltenen Vorträge findet sich in dem – verleihbaren – Band Akademie-Vorträge : Sitzungsberichte der Preußischen Akademie der Wissenschaften 1914 – 1932 / Albert Einstein. 

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SpringerMaterials jetzt mit Book Profiles und MSI Eureka

Im April habe ich in meinem Beitrag „Neue Plattform für SpringerMaterials … und wo ist der Landolt-Börnstein?“ bedauert, dass hier der Übergang von der gedruckten Landolt-Börnstein-Welt zur elektronischen SpringerMaterials-Welt (als Stoffdatenbank) nicht ganz ohne Brüche gelungen ist. Mir fehlte vor allem der Bezug zwischen den Treffern zu einzelnen Stoffdaten und den einleitenden Kapiteln, bzw. – ganz bibliothekarisch – die Information, aus welchem der Bände des Landolt-Börnstein die entsprechende Information stammt. Das Browsing am virtuellen Regal (mit den thematischen Teilreihen des Landolt-Börnstein) war mit dem Umstieg auf die neue Plattform verloren gegangen. Inzwischen haben die Entwickler von SpringerMaterials eine – wie ich finde – gute Lösung umgesetzt, die ich hier würdigen möchte: die Einführung von Book Profiles: Suche ich z.B. Informationen zu ternären Halbleitern, so ergibt meine Suche nach „semiconductor ternary“ unter den über 1900 Treffern auch 5 Book Profiles, d.h. Landolt-Börnstein-Bände, die sich schwerpunktmäßig mit dem Thema befassen.

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Wie beschreibt man die Bedeutung einer Selbstverständlichkeit? arXiv, Open Access und die Demokratisierung der Wissenschaft

Eigentlich sprechen die Zahlen für sich: Über 1 Millionen E-Prints insgesamt, 97.517 Submissions und 91.2 Millionen Volltext-Downloads im Jahr 2014, Tendenz steigend. Einen Überblick zu arXiv-Statistiken habe ich unlängst im arXiv-DH-Blog veröffentlicht. In Rankings findet sich arXiv regelmäßig auf den vorderen Plätzen: Bei den Repositories auf Platz 1, bei den Google Scholar Top Publications mit seinen disziplinären Teilarchiven ab Platz 20, in den Einzeldisziplinen teilweise ganz vorne. Entscheidend ist jeweils die große Sichtbarkeit von arXiv. Die Nutzungszahlen belegen also eindrücklich, dass arXiv eine wesentliche Informationsplattform für seine Communities ist, worin sich aber diese hohe Relevanz und Akzeptanz von arXiv begründet, lässt sich leider nicht ablesen. Also starte ich hier den Versuch, die Relevanz von arXiv – jenseits der nüchternen Zahlen – zu erfassen, auch in der Hoffnung arXiv-NutzerInnen dazu anzuregen, darüber nachzudenken und uns mitzuteilen, warum arXiv für sie so selbstverständlich und wichtig (geworden) ist. 

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Neue Plattform für SpringerMaterials … und wo ist der Landolt-Börnstein?

Wahrscheinlich ist es der Einen oder dem Anderen schon aufgefallen: SpringerMaterials hat seit Anfang März 2015 eine neue Nutzeroberfläche. Dabei ist die Ausrichtung auf die Suche von Stoffdaten deutlich verstärkt worden.  Neben den Inhalten des Landolt-Börnstein, sind folgende Datenbanken eingebunden: Pauling File als Datenbank zu „Inorganic Solid Phases“ mit dem Schwerpunkt auf Kristallstrukturen, Phasendiagrammen und physikalische Eigenschaften anorganischer Verbindungen. Teile der Dortmund Data Bank mit Daten zu thermophysikalischen Eigenschaften von Reinstoffen und ihren Gemischen Daten zu Adsorptionsisothermen („Adsorption Database“) Datensätze zu thermodynamischen Eigenschaften von Polymeren („Polymer Thermodynamics Database“) Dokumente zur Stoffsicherheit („Chemical Safety Documents“) sowie jetzt neu SPRESIweb mit Informationen zu Synthesewegen und Chemischen Reaktionen. Allerdings erfordert SPRESIweb eine zusätzliche Lizenz, auf die wir aus guten Gründen verzichten: Mit dem SciFinder bzw. CA on Web sowie Reaxys bieten wir die zentralen Datenbanken zu chemischen Reaktionen für den Campus an! Angekündigt wurde außerdem die Einbindung der MSI Eureka mit Zustandsdaten anorganischer Materialien

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Blick unter die Haube von arXiv: Was ist drin und wo gehts hin?

Das Netzwerk arXiv-DH (DH = Deutsche Hochschulen) unterstützt den Erhalt von arXiv.org durch die Sicherung einer nachhaltigen Finanzierung. Die TIB ist als nationale Kontaktstelle dieses Netzwerks  Ansprechpartnerin und Schnittstelle zur Cornell University Library und vertritt die Interessen der deutschen Nutzer in den internationalen arXiv-Gremien. Für das Netzwerk arXiv-DH betreiben wir ein eigenes Blog als Kommunikationsplattform. Dort berichtet Esther Tobschall, unsere Fachreferentin für Physik, aus und über die Gremien und Entwicklungen in arXiv und bloggt über Publikationen und Studien zu arXiv (ergänzt durch weitere Beiträge hier im Blog). Aktuell macht sie auf die im Oktober stattfindende jährliche Sitzung des arXiv Member Advisory Board aufmerksam, stellt die vorläufige Agenda vor und bittet um Themen, Anregungen und Fragen, die sie mit in die Sitzung nehmen kann. Hier gehts zum Beitrag „arXiv Update August 2014“ In einem weiteren Beitrag greift sie eine Studie zur inhaltlichen Abdeckung von arXiv mit dem Titel „arXiv e-prints and the

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