Schlagwort: E-print-Server

Wie beschreibt man die Bedeutung einer Selbstverständlichkeit? arXiv, Open Access und die Demokratisierung der Wissenschaft

Eigentlich sprechen die Zahlen für sich: Über 1 Millionen E-Prints insgesamt, 97.517 Submissions und 91.2 Millionen Volltext-Downloads im Jahr 2014, Tendenz steigend. Einen Überblick zu arXiv-Statistiken habe ich unlängst im arXiv-DH-Blog veröffentlicht. In Rankings findet sich arXiv regelmäßig auf den vorderen Plätzen: Bei den Repositories auf Platz 1, bei den Google Scholar Top Publications mit seinen disziplinären Teilarchiven ab Platz 20, in den Einzeldisziplinen teilweise ganz vorne. Entscheidend ist jeweils die große Sichtbarkeit von arXiv. Die Nutzungszahlen belegen also eindrücklich, dass arXiv eine wesentliche Informationsplattform für seine Communities ist, worin sich aber diese hohe Relevanz und Akzeptanz von arXiv begründet, lässt sich leider nicht ablesen. Also starte ich hier den Versuch, die Relevanz von arXiv – jenseits der nüchternen Zahlen – zu erfassen, auch in der Hoffnung arXiv-NutzerInnen dazu anzuregen, darüber nachzudenken und uns mitzuteilen, warum arXiv für sie so selbstverständlich und wichtig (geworden) ist. 

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Blick unter die Haube von arXiv: Was ist drin und wo gehts hin?

Das Netzwerk arXiv-DH (DH = Deutsche Hochschulen) unterstützt den Erhalt von arXiv.org durch die Sicherung einer nachhaltigen Finanzierung. Die TIB ist als nationale Kontaktstelle dieses Netzwerks  Ansprechpartnerin und Schnittstelle zur Cornell University Library und vertritt die Interessen der deutschen Nutzer in den internationalen arXiv-Gremien. Für das Netzwerk arXiv-DH betreiben wir ein eigenes Blog als Kommunikationsplattform. Dort berichtet Esther Tobschall, unsere Fachreferentin für Physik, aus und über die Gremien und Entwicklungen in arXiv und bloggt über Publikationen und Studien zu arXiv (ergänzt durch weitere Beiträge hier im Blog). Aktuell macht sie auf die im Oktober stattfindende jährliche Sitzung des arXiv Member Advisory Board aufmerksam, stellt die vorläufige Agenda vor und bittet um Themen, Anregungen und Fragen, die sie mit in die Sitzung nehmen kann. Hier gehts zum Beitrag „arXiv Update August 2014“ In einem weiteren Beitrag greift sie eine Studie zur inhaltlichen Abdeckung von arXiv mit dem Titel „arXiv e-prints and the

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arXiv als Open-Access-Quelle

Wenn über Open Access gesprochen und diskutiert wird, dauert es häufig nicht lange, dass arXiv als Beispiel genannt wird: Der E-print-Server arXiv gilt als Vorreiter und Musterbeispiel des Open-Access-Publizierens und als Prototyp eines fachlichen Repositoriums schlechthin. In diesem Blog-Beitrag möchte ich einige Facetten dieser Diskussionen zum Open Access am Beispiel von arXiv aufnehmen und näher beleuchten.

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arXiv – Die TIB übernimmt zentrale Finanzierung für deutsche Hochschulen

In meinem letzten Beitrag „arXiv – Who pays? Auf der Suche nach Nachhaltigkeit“ habe ich davon berichtet, wie die Cornell University Library arXiv als zentrale Kommunikationsplattform unter Einbindung der internationalen Community sichern will. Nach dem neuen arXiv Membership Program haben die deutschen Universitäten unter den Top 200-Institutionen einen Betrag von 50.000$ (ca. 40.000€) beizusteuern. Zur Sicherstellung der Finanzierung hat die TIB im Rahmen ihrer mittelfristigen Finanzplanung diesen Betrag für die Jahre 2013 bis 2017 zentral in ihrem Erwerbungsbudget eingestellt. Mit Übernahme der Finanzierungsmaßnahme durch die TIB wird vermieden, dass die Kosten des Verwaltungsaufwandes einer dezentralen Bereitstellung den bereitzustellenden Betrag übersteigen. (Der Anteil für 2012 wird noch über das DFG-Projekt arXiv-DH bereitgestellt.)

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arXiv – Who pays? Auf der Suche nach Nachhaltigkeit

In meinem Beitrag „arXiv – Veteran und Vorreiter“ habe ich die Entstehung und die Entwicklung des E-Print-Servers arXiv beschrieben.  In diesem Beitrag gehe ich näher darauf ein, welche Schritte zur Sicherung der Nachhaltigkeit von arXiv unter Einbindung der internationalen Community in den letzten Jahren gegangen wurden. Im Januar 2010 hat die Cornell University Library in ihrem arXiv Business Model White Paper ihre Initiativen zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit von arXiv veröffentlicht. Sie hat schlichtweg festgestellt, dass es nicht gut ist, wenn ein international benötigter Dienst abhängig ist von dem Wohl und Weh nur einer Einrichtung und startete deshalb den „Sustainability Planning Process“. Zur Sicherung der Nachhaltigkeit wurde die Internationalisierung der Finanzierung von arXiv aber auch der Organisation von arXiv durch Erarbeitung eines neuen Finanzierungs- und Organisationsmodells angekündigt. arXiv wird damit zur internationalen Aufgabe!

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arXiv – Veteran und Vorreiter

Der E-print-Server arXiv  gilt als Vorreiter und Musterbeispiel des Open Access-Publizierens und ist der Prototyp eines fachlichen Repositoriums schlechthin. Was passiert, wenn ein seit immerhin schon 20 Jahren etablierter und für Autoren und Leser kostenfreier Community-Dienst sich der Frage seiner nachhaltigen Sicherung stellt, möchte ich in dieser kleinen Reihe von Blog-Beiträgen darstellen. Kurz zur Entstehung und Hintergründen von arXiv: Begründet wurde arXiv bereits 1991 durch Paul Ginsparg, seit 2001 wird der Dienst durch die Cornell University Library betrieben. arXiv war letztlich eine „technische Anpassung“; die in Paul Ginspargs Community der Hochenergiephysik bestehende Kultur der Zirkulation gedruckter Preprints wurde ins Online-Zeitalter mit seinen entsprechenden technischen Möglichkeiten (wie einheitliche Textaustauschformate (TeX/LateX), WWW und -Server) transferiert. Das Vorbild der Teilchenphysik hat schnell in weiteren Teildisziplinen der Physik, aber auch physiknahe Gebiete wie die Mathematik oder Informatik Schule gemacht. arXiv wurde bereits in den 90ern um diese Facharchive erweitert.

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