Schlagwort: Chemie

Zur Nobel Week 2015: Oszillierende Neutrinos und DNS-Reparatur

Nun ist sie da – und Stockholm (bzw. Oslo) und alle weiteren Beteiligten sind sicher in heller Aufregung: Die Nobel Week hat begonnen. Nachdem gestern schon die Nobel Lectures zu den Preisen in der Medizin und Literatur gehalten wurden, können wir heute die Vorträge der Preisträger in der Chemie, der Physik und den Wirtschaftswissenschaften sehen. Ebenfalls am Dienstag wird es die Rede zum Friedensnobelpreis geben. Die feierliche Verleihung der Preise folgt dann am Donnerstag.

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SpringerMaterials jetzt mit Book Profiles und MSI Eureka

Im April habe ich in meinem Beitrag „Neue Plattform für SpringerMaterials … und wo ist der Landolt-Börnstein?“ bedauert, dass hier der Übergang von der gedruckten Landolt-Börnstein-Welt zur elektronischen SpringerMaterials-Welt (als Stoffdatenbank) nicht ganz ohne Brüche gelungen ist. Mir fehlte vor allem der Bezug zwischen den Treffern zu einzelnen Stoffdaten und den einleitenden Kapiteln, bzw. – ganz bibliothekarisch – die Information, aus welchem der Bände des Landolt-Börnstein die entsprechende Information stammt. Das Browsing am virtuellen Regal (mit den thematischen Teilreihen des Landolt-Börnstein) war mit dem Umstieg auf die neue Plattform verloren gegangen. Inzwischen haben die Entwickler von SpringerMaterials eine – wie ich finde – gute Lösung umgesetzt, die ich hier würdigen möchte: die Einführung von Book Profiles: Suche ich z.B. Informationen zu ternären Halbleitern, so ergibt meine Suche nach „semiconductor ternary“ unter den über 1900 Treffern auch 5 Book Profiles, d.h. Landolt-Börnstein-Bände, die sich schwerpunktmäßig mit dem Thema befassen.

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Neue Plattform für SpringerMaterials … und wo ist der Landolt-Börnstein?

Wahrscheinlich ist es der Einen oder dem Anderen schon aufgefallen: SpringerMaterials hat seit Anfang März 2015 eine neue Nutzeroberfläche. Dabei ist die Ausrichtung auf die Suche von Stoffdaten deutlich verstärkt worden.  Neben den Inhalten des Landolt-Börnstein, sind folgende Datenbanken eingebunden: Pauling File als Datenbank zu „Inorganic Solid Phases“ mit dem Schwerpunkt auf Kristallstrukturen, Phasendiagrammen und physikalische Eigenschaften anorganischer Verbindungen. Teile der Dortmund Data Bank mit Daten zu thermophysikalischen Eigenschaften von Reinstoffen und ihren Gemischen Daten zu Adsorptionsisothermen („Adsorption Database“) Datensätze zu thermodynamischen Eigenschaften von Polymeren („Polymer Thermodynamics Database“) Dokumente zur Stoffsicherheit („Chemical Safety Documents“) sowie jetzt neu SPRESIweb mit Informationen zu Synthesewegen und Chemischen Reaktionen. Allerdings erfordert SPRESIweb eine zusätzliche Lizenz, auf die wir aus guten Gründen verzichten: Mit dem SciFinder bzw. CA on Web sowie Reaxys bieten wir die zentralen Datenbanken zu chemischen Reaktionen für den Campus an! Angekündigt wurde außerdem die Einbindung der MSI Eureka mit Zustandsdaten anorganischer Materialien

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Die Sondersammlung Riedel-de Haen: Bestände aus dem Besitz des Universitätsgründers Karl Karmarsch

Im Zuge der Baumaßnahmen in den letzten Jahren wurde ein Magazinbereich mit einer Stickstoffbrandschutzanlage ausgestattet, so dass hier besonders wertvolle Bestände als Sondersammlungen aufgestellt werden können. Damit ist auch ein würdiger Platz für Chemiebücher aus dem Besitz von Karl Karmarsch gefunden.

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Hybrides Open-Access-Modell für Universitätsmitglieder: RSC Gold for Gold

Heutzutage gibt es eine Vielzahl sogenannter hybrider Open-Access-Modelle. Verlage subskriptionspflichtiger – also nicht frei zugänglicher – Zeitschriften bieten ihren AutorInnen an, durch Zahlung einer Zusatzgebühr ihre Artikel frei zugänglich zu machen. Da in diesem Fall zwei Mal (in der Regel: öffentliche) Gelder für die Publikation kassiert werden, steht die Praxis als double dipping in der Kritik. Zunächst einmal resultiert die individuelle Freischaltung des Artikels jedoch in einer – je nach Lizenzbestimmungen – besser nutzbaren Publikation. Auch die Royal Society of Chemistry (RSC) bietet mit „RSC Gold for Gold“ ein hybrides Open-Access-Modell an, das ich heute den Wissenschaflerinnen und Wissenschaftlern der Leibniz Universität Hannover (LUH) – insbesondere jenen in der Chemie – gerne vorstellen möchte.

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Das Scientific Video Journal JoVE – Journal of Visualized Experiments

Journal of Visualized Experiments  (JoVE) ist eine neue Zeitschrift in der Bibliothek im völlig neuem Format für Biologie, Biotechnologie, angewandte Physik und Chemie. Normalerweise machen Bibliothekarinnen keine Werbung für Zeitschriften, die im Bestand der Bibliothek vorhanden sind, da allein der wissenschaftliche Bedarf für die Güte und für die Verbreitung in der wissenschaftlichen Community sorgt. Hiervon abweichend möchte ich alle Interessierten auf eine neue Zeitschrift in unserer Bibliothek hinweisend, da hier eine besondere Publikationsform mit Videos vorliegt, die bisher undenkbar war. In der  Zeitschrift  „Journal of Visualized Experiments“  findet man nicht die üblichen wissenschaftlichen Artikel, sondern  „Kochrezepte“ fürs Labor zum Nachmachen. Anders als in traditionellen Artikeln (auch in elektronischer Form),  wird nicht nur exakt die Methode beschrieben, sondern in einem Video das Experiment so anschaulich demonstriert, dass man es im eigenen Labor umsetzten kann. Dabei werden die verschiedenen Labormethoden so gezeigt, dass grundsätzliche Einführungen in die Technik neben sehr speziellen Anwendungsbeispielen

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