Weblog der TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften und Universitätsbibliothek

ForscherInnen gemeinsam neue Wege im Web eröffnen — Das Open Science Lab der TIB Hannover

An der TIB Hannover nimmt 2013 ein neues Team seine Arbeit auf, das Open Science Lab. Hier sollen neuartige Webanwendungen für ForscherInnen in enger Abstimmung mit überregionalen Benutzer-Communities erprobt und (weiter-)entwickelt werden. Alle Ergebnisse sollen schnell öffentlich zugänglich gemacht werden, auch dann, wenn es sich um vorläufige oder experimentelle Anwendungen handelt. Das Lab strebt vielfältige Kooperationen mit anderen Interessierten (einzelnen Softwareentwicklern, Verlagen, Bibliotheken etc.) an und will Drittmittel für neue Entwicklungen einwerben.

Neues aus der FBK: Alle Arbeitsplätze unter Strom

Eine moderne Bibliothek ist nicht nur ein Ort um staubige Bücher aufzubewahren, sie ist vielmehr ein modernes Informationszentrum und ein Lernraum für entspanntes Lernen und Forschen. Um unsere Bibliothek am Standort  Fachbibliotheken Königsworther Platz (FBK) als Lernraum attraktiver zu machen, gab es eine Reihe von Baumaßnahmen. So wurde 2009 die fünfte Etage aufgestockt um den modern eingerichteten Lesesaal der Erziehungswissenschaften unterzubringen. Dieser war mit seiner technischen Einrichtung – jeder Arbeitsplatz ist mit einer Steckdose ausgestattet – Vorreiter für die letzte Baumaßnahme der neu ausgestatteten Lesesäle. Weiterhin wurde 2011 das Erdgeschoss komplett erneuert, der bisherige Gruppenarbeitbereich im Erdgeschoss wurde dabei mit Stromversorgung auf den Tischen und einem besseren Schallschutz  modernisiert.

Eine kleine Reihe zur Informationskompetenz – Informationsbedarf erkennen

Mit diesem Beitrag möchte ich eine kleine Blogreihe starten, um das gerade im Blog laufende Thema Schreibberatung unserer Kollegin Nora Peters zu unterstützen. Es geht um das Thema Informationskompetenz, eine der Schlüsselkompetenzen im wissenschaftlichen Arbeitsprozess. Eine kurze Einführung was es beinhaltet und wie man es praktisch im (Bibliotheks)alltag anwendet. Was ist das, Informationskompetenz? Unsere heutige Gesellschaft ist eine Wissensgesellschaft.  Zu fast jedem Thema gibt es detaillierte Informationen, ob nun schriftlich übers Internet, in Nachrichten, Büchern, Zeitschriften, Zeitungen oder auch mündlich über Vorlesungen, Gesprächsforen und so weiter. Man bekommt tagtäglich eine Überfülle von Informationen geboten. Um mit dieser Fülle umgehen zu können, ist es wichtig, mit diesen Informationen auch vernünftig umgehen zu können. Man muss sie erfassen, einschätzen und bewerten können. Es ist eine Schlüsselkompetenz unserer heutigen Zeit, nicht nur aber ganz besonders für die wissenschaftliche Arbeit, denn Wissen(-schaft) entsteht nur durch Informationen. Was beinhaltet das? Es gibt verschiedene Modelle um Informationskompetenz zu erklären, übereinstimmend können folgende Punkte genannt werden: Erkennen und Erfassen des Informationsbedarfs Informationen suchen und finden Informationen bewerten und auswählen Informationen organisieren Informationen anwenden Auf diese verschiedenen Punkt möchte ich in meiner Blogreihe eingehen, heute also zum ersten Punkt.

Was lange währt … Automatische Fächerklassifizierung in GetInfo über die Facette „Fach“

Neu in GetInfo, dem Such- und Bestellportal der TIB, ist die fachliche Zuordnung der Treffer aus dem Index „Interne Datenbanken“ zu den sechs TIB-Fächern Technik sowie Architektur, Chemie, Informatik, Mathematik und Physik. Die Zuordnung erfolgt über die  Drilldown-Facette „Fach“ unter „Treffer erschließen“. Da in GetInfo unter „Interne Datenbanken“ auch multidisziplinäre Datenkollektionen sowie die Kataloge der Deutschen Zentralbibliotheken für Medizin ZB MED und Wirtschaftswissenschaften ZBW indexiert sind, gibt es über die sechs TIB-Fächer hinaus außerdem die Zuordnung „Weitere Fächer“. Was, wie und warum: Zum Konzept von GetInfo gehörte von Anfang an die automatische fachliche Zuordnung der indexierten Daten. Ziel ist die vollständige standardisierte inhaltliche Erschließung auf dem Weg zur TIB-Fachsuche. Vielleicht erinnern Sie sich noch an das erste GetInfo-Release vom Februar 2009: im Layout war durch die Dreischlitzsuche die Option der Fachsuche bereits angelegt. Allerdings hatten wir zu diesem Zeitpunkt nicht die Möglichkeit der fachlichen Clusterung von Suchergebnissen und damit war auch das  Angebot einer Fachsuchenauswahl obsolet. Geplant war ursprünglich der Einsatz eines automatischen Indexierungssystems für deutsch- und englischsprachige Texte aus Naturwissenschaften und Technik, basierend auf den Ergebnissen des Projekts „LINSearch“. Die Erprobung des  in diesem Projekt entwickelten Algorithmus brachte allerdings folgendes Fazit: für eine verlässliche Klassifizierung in GetInfo erweist sich ein mehrstufiges Verfahren, d.h. eine Kombination aus Mapping und automatischer Klassifizierung durch einen Algorithmus, als am besten geeignet.

Beim Schreiben nicht mehr allein bleiben

Nachdem ich in meinem ersten Beitrag hier im Blog zunächst die Schreibwerkstatt des Zentrums für Schlüsselkompetenz an der Leibniz Universität und meine Tätigkeiten und Vorgehensweise  in der Schreibberatung vorgestellt habe, möchte ich jetzt über die weiteren Angebote der Schreibwerkstatt informieren. Während die professionelle Schreibberatung in einem persönlichen Einzelgespräch stattfindet, richten sich diese Angebote an Gruppen und zielen insbesondere auf das gemeinsame Schreiben und den Austausch ab. Praxisnahe Schreibworkshops Worum geht es in den Workshops? Grundlagen des wissenschaftlichen Schreibens vermittle ich in Schreibworkshops. Dazu biete ich verschiedene Formate an. In der Vorlesungszeit gibt es Kurzworkshops von 2 Stunden zu kleinen Themen des Schreibprozesses wie “In den Schreibfluss kommen” oder auch “Die Kunst des Zuhörens und Schreibens. Mitschriften und Protokolle”. In der vorlesungsfreien Zeit können Studierende auch längere Workshops von 6 Stunden besuchen.

“Die Denkarbeit aufs Papier bringen …” – Nur wie?

Nicht nur für den Philosophen Ludwig Wittgenstein gehört das Schreiben zum wissenschaftlichen Arbeiten dazu, nahezu in allen Disziplinen ist das Schreiben ein wesentlicher Bestandteil der Wissenschaft, ja sogar alltäglich. Darum gehört das Schreiben auch zu den sogenannten Schlüsselkompetenzen und muss im Studium ebenso vermittelt werden wie Fachwissen. Denn geschrieben wird im Studium viel, ob nun ein Protokoll, ein Bericht, eine Hausarbeit, eine Vorlesungsmitschrift, eine Klausur, ein Essay oder eine Bachelor- oder Masterarbeit. Doch fragen sich viele Studierende – aber auch viele andere Schreibende – oft beim Schreiben: Wie soll ich nur anfangen mit dem Schreiben? Wann fange ich am besten an? Wie viel Zeit muss ich einplanen? Wie finde ich den roten Faden? Wie formuliere ich wissenschaftlich? Welcher Stil ist angemessen? Wer ist mein Leser und schreibe ich verständlich und nachvollziehbar? Wie war das noch mal mit dem Zitieren? Und sollte ich nicht erst einmal meinen Schreibtisch aufräumen, bevor ich richtig loslegen kann?

Aus dem Bibliotheksalltag: “Unser Dramaturg wird sich freuen”

Bibliothekare lieben Deskriptoren. „Informationsvermittlung“ als Schlagwort – das fehlte hier im Blog samt einer Anmerkung zum bibliothekarischen Alltag mit Publikumsverkehr. Am digitalen Horizont schimmern E-Books, E-Journals und andere E’s wie Leuchttürme wichtig, wuchtig und zukunftsweisend. An den Auskunftsplätzen und Leihtheken aller Häuser beraten und unterstützen Menschen – nun ja, nicht 7/24, aber in diesem Hause immerhin 95 Stunden in der Woche kundenorientiert: Leuchttürme im täglichen Kundenstrom. Braucht der Informationssuchende im digitalen Zeitalter überhaupt noch Unterstützung? Ja warum denn nicht? Ob „die Petroleuminsel“ in den gesammelten Werken Feuchtwangers enthalten sei, möchte die Assistentin des Dramaturgen eines bekannten Schauspielhauses am Telefon wissen. Ein Blick ins Internet, ach, der allgemeinen Sprachgebrauch geht schon auf’s Fachpersonal über, also ein Blick in den Bibliothekskatalog, ein Gang in den gerade in neuem Lichte erstrahlenden Lesesaal und: kein Klick, sondern ein Griff ins Bücherregal: Gefunden! Die Assistentin erleichtert und dankbar. Der Gymnasiast hadert mit seinem Passwort am Recherchearbeitsplatz in der Bibliothek, der ratlose Studierende möchte wissen, wie er das vom Dozenten empfohlene digitale Lehrwerk bequem am heimischen PC aufruft. Breit ist Zahl der Studienfächer an dieser Universität, umfassend ist die dafür bereit gestellte Literatur, zahlreich die Informationsspezialisten hier im Hause. In seiner Festrede zur Wiedereröffnung der Herzogin Anna Amalia Bibliothek 2007 bezeichnete Horst Köhler Bibliotheken als „unverzichtbares Fundament in unserer Wissens- und Informationsgesellschaft. […] Bibliothekarinnen und Bibliothekare bieten Orientierung – in realen und virtuellen Medienwelten. Auch im unendlichen Meer des Internet sind Bibliothekare und Bibliotheken hilfreiche und kompetente Lotsen.“ Auf nun: Fragen Sie, besuchen Sie uns! Sie

Neue Garderobenanlage am Standort Königsworther Platz

In der letzten Woche wurden die neuen Garderobenschränke für die Fachbibliotheken am Königsworther Platz (FBK) freigegeben. Die Engpässe in Spitzenzeiten, wenn die Bibliothek fast bis auf den letzten Platz belegt ist, sollten damit der Vergangenheit angehören. Die alten, in die Jahre gekommenen, Schränke wurden komplett ersetzt und es stehen nun 253 Garderobenfächer mehr zur Verfügung. Insgesamt werden am Standort FBK nun 893 Fächer angeboten.

Forschungsdaten und die TIB – Wie bekomme ich DOIs von der TIB?

Wie in der vorangegangenen Beiträgen dieser Blogreihe zu Forschungsdaten berichtet, wurde die Technische Informationsbibliothek (TIB) 2005 die weltweit erste DOI-Registrierungsagentur (Digital Object Identifier) für Forschungsdatensätze. Entstanden ist die DOI-Registrierungsagentur aus dem DFG-Projekt STD-DOI. Heute ist die TIB die führende Geschäftsstelle von DataCite. Durch die DOI-Vergabe wird ein Objekt, z.B. ein Forschungsdatensatz oder eine Publikation, dauerhaft zitierfähig, verlinkbar und gezielt suchbar gemacht. Der DOI-Name ist dem Objekt permanent zugeordnet und erlaubt eine Referenzierung auch bei Veränderung des Speicherplatzes. Die TIB sichert durch die Vergabe von DOI-Namen die Qualitätsprüfung, die dauerhafte Verfügbarkeit und Referenzierbarkeit sowie den Nachweis und Zugriff von Forschungsdaten über GetInfo. Des Weiteren bietet die TIB den DOI-Service auch für digital veröffentlichte, graue Literatur von akademischen Einrichtungen aus ihren Sammelgebieten an. Aber wie erhält man nun DOIs von der TIB? Können Wissenschaftler/-innen oder Projektkoordinatoren/innen diese bei uns direkt registrieren?  Die DOI-Registrierung erfolgt immer in Kooperation mit Institutionen, nicht mit Datenproduzenten direkt.  Diese Institutionen speichern die Objekte in ihren eigenen Repositorien oder dafür vorgesehenen Infrastrukturen. Wissenschaftler/-innen oder erhalten von der TIB aber natürlich detaillierte Informationen und Unterstützung für die institutionell notwendigen Schritte. Seit kurzer Zeit ist die DOI-Vergabe an der TIB für akademische Einrichtungen in Deutschland übrigens kostenlos (s.a. Kostenübersicht).

Lokale Verfügbarkeitsprüfung in GetInfo

Unser Portal GetInfo ermöglicht die Suche in über 150 Millionen Datensätzen aus führenden Fachdatenbanken und Verlagsangeboten aus dem Bereich Technik und Naturwissenschaften. Als zentrale Fachbibliothek versorgen wir über GetInfo vor allem die nationale wie internationale Forschung und Industrie mit Literatur und weiterer Information, wie z.B. Forschungsdaten, audiovisuelle Medien und 3D-Modelle. Nun ist GetInfo aber nicht nur ein reines Bestellportal mit dem Schwerpunkt der klassischen Dokumentlieferung, sondern soll verstärkt auch als überregionales Rechercheportal genutzt werden können. Als Zielgruppe sind hier besonders Angehörige größerer Einrichtungen der Forschung und Lehre angesprochen, die oft über eigene lizenzierte Bestände verfügen. Gehören Sie zu dieser Nutzergruppe? Dann konnten Sie im Anschluss an eine Recherche in GetInfo meist nur auf die Dokumente direkt zugreifen, die ohnehin frei zugänglich sind oder Sie mussten die in GetInfo angebotenen Bestell- und Zugriffsmöglichkeiten (z.B. Pay-per-View oder klassische Dokumentenlieferung) nutzen. Doch wieso etwas kostenpflichtig bestellen, was über die eigene Einrichtung ebenso bequem und lokal für Sie kostenfrei verfügbar ist?