Weblog der TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften und Universitätsbibliothek

Portal für audiovisuelle Medien: Usability-Test 10. bis 12. Dezember 2012 – Testpersonen gesucht

Die TIB entwickelt derzeit ein Portal für audiovisuelle Medien aus Forschung und Lehre wie z.B. Vorlesungs- und Konferenzaufzeichnungen, Computersimulationen, Experimente und Erklärstücke. Das Besondere an dem Portal ist der Einsatz von Multimedia-Analyseverfahren wie z.B.  Form-, Sprach- oder Strukturerkennung. Auf diese Weise werden zusätzliche inhaltserschließende und strukturelle Metadaten erzeugt, die den Nutzer bei seiner Suche unterstützen. Für Usability-Tests vom 10.-12. Dezember suchen wir Testpersonen aus den Bereichen Physik, Chemie, Technik, Architektur, Mathematik und Informatik. Der Test findet in Hannover Linden statt und wird ca. 60 min dauern. Sie erhalten für die Teilnahme eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 30 Euro. Bei Interesse schreiben Sie bitte unter Angabe Ihrer derzeitigen Tätigkeit / Ihres beruflichen Hintergrundes, z.B. Student/in Fach XY, Mitarbeiter/in Institut XY, Angestellte/r bei Unternehmen XY eine E-Mail an margret.plank@tib.uni-hannover.de

Forschungsdaten und die TIB – Warum brauche ich DOIs für meine Forschungsdaten?

Der DOI ist in der Welt der Wissenschaft bereits ein alter Bekannter. Forscher und Bibliografen nutzen ihn schon seit vielen Jahren als Identifier für Fachpublikationen. In diesem Artikel möchte ich mich jedoch näher der Bedeutung des DOIs in der Registrierung von Forschungsdaten zuwenden. Wie im vorherigen Artikel „Was ist ein DOI?“ beschrieben, werden auch Forschungsdaten mit einem DOI identifizierbar und somit über das globale DOI-System weltweit erreichbar. Das bedeutet, dass die gesammelten Daten und Analysen, bzw. alle Schritte der wissenschaftlichen Arbeit, mit einem DOI-Namen genauso referenziert werden können, wie ein Journal Artikel oder eine Monographie. Die eminente Notwendigkeit, Forschungsdaten mehr Rang und angemessene Bedeutung zu verleihen, zeigt sich in den zahlreichen welt-, europa-, und deutschlandweit geführten Initiativen. 2010 hat auch die DFG den Aspekt Nachnutzung von Forschungsdaten im „Leitfaden für Antragsteller“ (S.6)  verankert. In diesem heißt es: „Wenn aus Projektmitteln systematisch (Mess-)Daten erhoben werden, die für die Nachnutzung geeignet sind, legen Sie bitte dar, welche Maßnahmen ergriffen wurden bzw. während der Laufzeit des Projektes getroffen werden, um die Daten nachhaltig zu sichern ggf. für eine erneute Nutzung bereit zu stellen.“ (DFG, 2010) Fakt ist auch, dass wissenschaftliche  Artikel, mit offenem Zugang zu den dazugehörigen Forschungsdaten, häufiger zitiert werden, als die Artikel ohne Verbindung zu stützenden Daten.

Open Access Week – Open Access für Geisteswissenschaftler?

Am vierten Tag unserer Veranstaltungsreihe zur Open Access Week standen die Geisteswissenschaften im Fokus. Der Titel “Open Access für Geisteswissenschaftler?” war nicht ohne Grund mit Fragezeichen versehen, denn im allgemeineren Bewusstsein ist das Thema immer noch eher mit Fächern wie Physik und Mathematik verbunden, die eine ausgeprägte Preprint-Kultur zur beschleunigten Verbreitung wissenschaftlicher Forschungsergebnisse entwickelt hatten und als erste Disziplinen diese Kultur ins World Wide Web übertrugen. Dass Open Access sich nicht auf freie Zugänglichkeit von wissenschaftlichen Publikationen beschränkt, sondern in einem viel weiteren Zusammenhang steht, der eine Umwälzung der wissenschaftlichen Diskussionskultur bedeuten kann, zeigte der Vortrag von Prof. Dr. Claudia Schomaker und Karen Weddehage (beide vom Institut für Sonderpädagogik der Leibniz Universität Hannover). Beide sind Mitglied im Beirat der Zeitschrift http://www.widerstreit-sachunterricht.de/ und am Reviewprozess der seit 2003 erscheinenden Zeitschrift beteiligt. Der im Titel genannte Widerstreit ist in positivem Sinne programmatisch gemeint, da er eine vitale Grundlage für die diskursive wissenschaftliche Auseinandersetzung darstellt.

Open Access Week – Wissen als öffentliches Gut

Andreas Wagener ist Professor für Sozialpolitik und Direktor des gleichnamigen Instituts an der Leibniz Universität Hannover. Im Mittelpunkt seines Vortrages im Rahmen der Open Access Week der TIB/UB am 23. Oktober standen ökonomische Charakteristika des öffentlichen Gutes Wissen bzw. Information. Öffentliche Güter zeichnen sich demnach einerseits durch Nicht-Rivalität und andererseits durch Nicht-Ausschließbarkeit aus. Wissen und Information, verstanden als öffentliche Güter, können also gleichzeitig von vielen Menschen konsumiert werden ohne, dass sich deren Verfügbarkeit reduziert. Daneben ist es relativ schwer Menschen von der Nutzung des Gutes auszuschließen. Die Eigenschaft von Wissen und Information öffentlich zu sein, muss dabei nicht zwingend auf staatliche Intervention zurückgehen. Den barrierefreien Zugang zu fördern ist ein Ziel der Open-Access-Initiative.

Open Access Week – Rechtliches zu Open Access

Was ist die Berliner Erklärung? Welche Publikationsformen, Regelungen und Lizenzen gibt es? Und wie ist die rechtspolitische Entwicklung von Open Access? Am dritten Tag der Open Access Week geht es um die rechtlichen Fragen. Alle Sitzplätze im Vortragsraum der TIB/UB am Königsworther Platz sind besetzt und Punkt 14 Uhr geht es los. Im ersten Vortrag von Elke Brehm, der Fachreferentin für Rechtswissenschaften der TIB/UB geht es um die Entstehungsgeschichte von Open Access, Rechte der Veröffentlichung und die Open Access – Lizenzen insbesondere von Creative Commons. Die „Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichen Wissen“ stellt zurzeit die Definition von Open Access dar. Zudem erklärt Elke Brehm die Wege der Veröffentlichung und die Unterschiede zwischen Erst- und Zweitpublikation. Bei der Veröffentlichung mit Open Access, stellt sich die Frage nach den Lizenzen, vorgestellt wird von Ihr Creative Commons. Deren Vorteile bestehen darin leicht verständlich, weit verbreitet, der Rechtssituation in Deutschland angepasst und vor allem rechtlich anerkannt zu sein.

Forschungsdaten und die TIB – Was ist ein DOI?

“Broken link – Error 404” ist oft die frustrierende Antwort auf eine Suche mit einem URL. Ursächlich hat sich die Adresse des Objektes geändert und der direkte Zugriff ist nicht mehr möglich. Orte und Adressen ändern sich auch  im Lebenszyklus eines elektronischen Objektes und sie sind deshalb, als permanente Bezeichner, gänzlich ungeeignet. (Elektronische Objekte sind in diesem Kontext Forschungsdaten, wie im 1. Teil meiner Blogreihe zu Forschungsdaten beschrieben, oder graue Literatur.) Der DOI (Digital Object Identifier)  ist unabhängig von der Adresse eines Objektes und bezeichnet nicht dessen Aufenthaltsort.  In gleicher Weise, in der eine ISBN eindeutig Bücher kennzeichnet, und eine ISSN ein fortlaufendes Sammelwerk identifiziert, ist der DOI wie ein fester Griff, direkt mit dem Objekt verbunden. Durch die Registrierung wird der DOI-Name zum dauerhaften und eindeutigen Bezeichner eines elektronischen Objektes und wird somit zu einem wichtigen  Referenzierungsmittel. Sollte sich der Aufenthaltsort eines Objekts irgendwann ändern, muss nur die URL, in den dazugehörigen objektbeschreibenden Metadaten aktualisiert werden. Der DOI-Name bleibt dabei unverändert und dauerhaft mit dem Objekt verknüpft.

Open Access Week – Auftakt unserer Veranstaltungsreihe

TIB/UB – Fachbibliotheken am Königsworther Platz – 14:00 Uhr – Cafeteria : die stellvertretende Direktorin UB Anne May begrüßt den Vizepräsidenten für Forschung der Leibniz Universität Prof.  Dr. Klaus Hulek sowie Experten und Gäste.  Der Interviewtalk  mit Philip Banse und den Open-Access-Experten  der Leibniz Universität  machte neugierig  auf die Vorträge und Diskussionen der kommende Tage. “Darf ich überhaupt open access publizieren, wenn ich bereits in einem Verlag veröffentliche”  sei eine zentrale Frage, erläutert Elke Brehm, Fachreferentin für Rechtswissenschaften an der TIB/UB. Sie wird gemeinsam mit Prof. Dr. Axel Metzger, seit 2007 an der LUH am Institut für Rechtsinformatik und Editor des OA-Journals JIPITEC, am Mittwoch zu rechtlichen Aspekten Auskunft geben. Und  mehr: Als Experten können sie aus der Praxis beispielhaft über Gründung, Anträge, Kosten und technische Infrastruktur berichten.

Open access and theoretical physics

Gastbeitrag von Tobias J. Osbourne Tobias J. Osborne ist seit 2010 Professor am Institut für Theoretische Physik der Leibniz Universität Hannover und forscht auf den Gebieten der theoretischen Quanteninformation, der komplexen Quantensysteme und der kondensierten Materie. Weitere Informationen zu Tobias J. Osbourne und zu seiner Arbeit finden Sie in seinem Weblog. Most scientific research is funded, at least in part, by the public. Yet for many years, the bulk of this research has appeared in scientific journals available only for exorbitant subscription fees. However, this unethical situation has been recently challenged by several major governments, for example, by the proposed US Federal Research Public Access Act and the Finch Report in the UK. These initiatives are intended to ensure that all publicly funded scientific research be freely and openly accessible to the public. These are extremely welcome developments and I sincerely hope that they are mandated and that many more governments follow suit.

Forschungsdaten und die TIB – Was sind Forschungsdaten?

In einer kleinen Blogreihe möchte ich Ihnen einige Informationen zu Forschungsdaten, DOI-Service und Datenzentren geben und erläutern in wie fern die TIB hier involviert ist und sich verantwortlich fühlt. Beginnen möchte ich mit der Klärung, was Forschungsdaten sind, und ein paar Worte zum Umgang mit Forschungsdaten sagen. Forschungsdaten sind der zentrale Gegenstand des wissenschaftlichen Erkenntnisprozesses. So lautet eine Definition, aber was sind Forschungsdaten nun eigentlich tatsächlich?

Open Access — Zehn aktuelle Daten und Fakten

Nachtrag (31.10.2012): Aktuelles über Open Access im TIB|Blog. Die untenstehenden Daten und Fakten über Open Access gibt es seit heute auch als Broschüre. (Holen Sie sich das PDF hier oder die gedruckte Broschüre bei Ihrer Fakultät oder Ihrem Standort der TIB/UB Hannover.) In der Broschüre werden zudem einige der vielen OA Journals, in denen sich WissenschaftlerInnen der Leibniz Universität Hannover engagieren, kurz porträtiert. Mehr dazu bei unseren Veranstaltungen zur internationalen Open Access Week 2012. Open Access fördert — durch den freien Zugang zu (meist) öffentlich finanzierten Forschungsergebnissen — effizientes, zeitgemäßes Forschen, Lehren und Lernen. Die EU-Kommission hat Open Access zur Norm für die Veröffentlichung von Forschungsergebnissen der von ihr geförderten Projekte erklärt — bis 2020 sollen alle Publikationen Open Access veröffentlicht werden. (“Horizon 2020”)