Weblog der TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften und Universitätsbibliothek

Plagiatssuche für alle und alles — das Tool Churnalism durchleuchtet Nachrichten auf Remix

“Churnalism is a form of journalism in which press releases, wire stories and other forms of pre-packaged material are used to create articles in newspapers and other news media in order to meet increasing pressures of time and cost without undertaking further research or checking.” (Wikipedia) Spätestens seit Guttenberg verbreitet sich Plagiatsnachweis-Software an Hochschulen, natürlich auch in Hannover. Das Tool Churnalism — zur Herkunft des Begriffs vgl. den oben genannten Wikipedia-Artikel — spinnt diesen Ansatz nun weiter.

Ich möchte meine Abschlussarbeit publizieren. Was sollte ich beachten?

Manche LeserInnen des TIB|Blogs werden sich daran erinnern, dass diese Fragestellung hier nicht ganz neu ist. Für eine kürzlich erschienene Semesterbeilage wurde ich von der “Berliner Zeitung” dazu interviewt: Da steckt man viel Arbeit in seine Abschlussarbeit — und dann soll sie im Uni-Archiv vermodern? Was muss man tun, damit die Arbeit publiziert wird?

Ideenwerkstatt für Fachreferentinnen und Fachreferenten der Ingenieur- und Naturwissenschaften

Am 16.4.2013 hat die TIB  in Zusammenarbeit mit der Kommission für Fachreferatsarbeit des VDB  eine Ideenwerkstatt für Fachreferentinnen und Fachreferenten der Ingenieur- und Naturwissenschaften veranstaltet. Der Einladung sind 40 KollegInnen aus Bibliotheken des gesamten Bundesgebietes gefolgt. Wir, die Fachreferenten, sind mit rasanten Veränderungen von technischen und rechtlichen Rahmenbedingungen konfrontiert. Um auf  aktuellem Wissenstand zu arbeiten und als kompetenter Gesprächspartner von Wissenschaftlern und Studenten wahr- und ernstgenommen zu werden, müssen wir uns laufend fortbilden und viel stärker als bisher vernetzen. Aufgrund der Fächerspezifika ist der Erfahrungsaustausch mit Kollegen vor Ort oftmals nicht ausreichend. Wir brauchen den fachlichen Erfahrungsaustausch mit Fachreferenten, welche die gleichen Fachreferate betreuen. Wir brauchen eine bundesweite Vernetzung, die durch kurzfristige und fallbasierte Konstellationen geprägt ist. Welche modernen Tools des Web 2.0 können uns dabei unterstützen? Mit dieser Frage wollten wir uns im Rahmen der Ideenwerkstatt auseinandersetzen.

Schnelles Wissen durch Webinare

Die TIB bietet seit kurzem die Möglichkeit der Weiterbildung via Online-Seminar an. Wie funktioniert das? Zur Teilnahme an den Webinaren sind nur wenige Voraussetzungen nötig: ein PC oder Notebook mit Internetzugang und Audiofunktion (Lautsprecher oder Kopfhörer). Ein Headset empfiehlt sich, damit schließt man Rückkoppelungen und Echoeffekte aus. Die Teilnahme ist kostenfrei und bequem von zu Hause oder dem Arbeitsplatz aus möglich. Sie sitzen als Teilnehmer an Ihrem eigenen Schreibtisch oder PC und wählen sich über das Internet in einen Vortrag ein. Die Vorteile liegen auf der Hand: man spart Zeit und damit Kosten, weil die Reise zum Ort des Vortrages entfällt. Unser erstes Webinar ‘GetInfo effizient nutzen’ fand am 11. April 2013 um 10:00 Uhr statt. Via Powerpoint Folien und Live-Präsentation nahmen die Zuhörer – immerhin 84 an der Zahl – an der Tour de force durch GetInfo teil.

Zweitveröffentlichungsrecht — unsere Open Access-Wette wird (vielleicht) von der Realität eingeholt

Update (12.4.2013): Empfohlen sei auch der sehr detaillierte und kritische Artikel über den Kabinettsentwurf von Bernd-Christoph Kämper im Weblog Archivalia. Keine zwei Monate ist es her, da war hier im Blog von Inetbib’s Bet on Open Access and Open Science die Rede. Wie sich danach zeigte, war das Interesse sehr groß — und die Wetteinsätze nur in einer Frage deutlich gespalten: Kommt das ersehnte Zweitveröffentlichungsrecht noch vor der parlamentarischen Sommerpause im Juli 2013, oder werden weitere Jahre ins Land gehen, bis es so weit ist?

AV-Metadaten in der Europeana

Dass wir im Rahmen des Projektes Linked Heritage Metadaten ausgewählte Kollektionen aus unserem Kompetenzzentrum für nicht-textuelle Materialien sowie aus dem Bereich Forschungsdaten in die Europeana einspielen, hatte ich im März berichtet. Nachdem wir zunächst Metadaten von 3D Modellen an die Europeana geliefert haben, sind wie angekündigt nun auch die ersten von der TIB bereitgestellten AV-Metadaten in der Europeana sichtbar. Dabei handelt es sich um Filme des Rachel Carson Centers (Umweltforschung), architekturclips_network (Architektur und Städtebau) und Vorlesungsmitschnitte der TU Braunschweig aus dem Bereich Informatik.

Opening up new avenues on the web for researchers — Open Science Lab at TIB Hannover

In 2013, a new team will be starting work at the German National Library of Science and Technology (TIB for short), namely the Open Science Lab. This is where novel web applications for researchers will be tested and (further) developed in close coordination with interregional user communities. All of the results generated will promptly be made accessible to the public, even if they concern only preliminary or experimental applications. The Lab seeks to undertake a wide range of cooperative activities with other interested parties (individual software developers, publishing companies, libraries, and so on), and intends to raise third-party funding for new developments.

Linked Heritage: 3 Millionen neue Metadaten für die Europeana und wir sind dabei

Linked Heritage ist ein EU-Projekt, das im April 2011 begonnen wurde und noch bis  September dieses Jahres läuft.  Das Projekt hat als Hauptziel, insgesamt 3 Millionen neue Datensätze in die Europeana einzuspielen.  Es geht hierbei also vorrangig um das massenhafte Einspielen neuer Datensätze, wobei die Qualität auf den ersten Blick nicht gerade der wichtigste Aspekt zu sein scheint. Auf den zweiten Blick befassen sich die verschiedenen Arbeitspakete aber sehr wohl mit neuen Nutzungsmöglichkeiten beispielsweise durch die Einspielung von Metadaten kommerzieller Anbieter oder mit der Entwicklung einer Terminologie Plattform. Am Projekt sind 38 Einrichtungen aus 20  europäischen Ländern sowie aus Russland und Israel beteiligt, darunter auch die TIB.

Inetbib’s Bet on Open Access and Open Science

Die offene Mailingliste Inetbib ist das wohl bekannteste Forum deutschsprachiger BibliothekarInnen zu Netz-Themen. Welche Mailingliste hat schon mehr als 7.000 TeilnehmerInnen und einen eigenen Wikipedia-Artikel? Auch die massive und frühzeitige Verbreitung unabhängiger Weblogs in der deutschsprachigen Bibliotheksszene hat daran kaum etwas geändert. Verantwortlich für diesen Ruhm ist unter anderem sicher die alle 2-3 Jahre stattfindende Inetbib-Tagung. Im Rahmen der 12. InetBib-Tagung vom 4. bis 6. März 2013 in Berlin veranstalten wir — das sind Maxi Kindling (HU Berlin), Paul Vierkant (HU Berlin) und ich (siehe unten) — nun erstmals ein Wettspiel. In Anlehnung an Sandra Schöns L3T’s Bet (vgl. auch weitere Gedankenspiele, die schließlich zum Inetbib-Wettspiel führten) werden in Berlin zehn bis zwölf Prognosen zur näheren Zukunft von Open Access und Open Science aufgestellt. 40 angemeldete Inetbib-Teilnehmende können an einem Spieltisch ihre jeweils 25 Spielchips darauf setzen, welche Prognosen nach 6, 12, 18 Monaten (bis zum 5.9.2013, 5.3.2014 oder 5.9.2014) oder später/nie eintreten werden. Die Wetteinsätze werden nach Schluss des Spieltischs von uns personalisiert festgehalten und (als Prozentangaben) bekannt gegeben.

LOTSE Ingenieurwissenschaften ist online

Seit einigen Tagen ist nun auch das Fach Ingenieurwissenschaften in Lotse integriert, nachdem im Mai 2012 schon das Fach Chemie von uns in Lotse erstellt wurde. Mit der Einführung der Ingenieurwissenschaften in Lotse fällt das bisherige und seit längerer Zeit nicht aktualisierte Fach Elektrotechnik in Lotse weg. Die Hintergründe zum TIB-Engagement  in Lotse hat meine Kollegin Janna Neumann in ihrem Blogartikel “Die TIB und ihre Mitgliedschaft bei Lotse – wieso, weshalb, warum?” bereits ausführlich dargestellt. Ich möchte mich in diesem Artikel verstärkt der Frage widmen: Wie schaffen wir es, dass diese Informationsseiten lebendig bleiben und nicht am Nutzerbedarf vorbeigehen?