Kategorie: Forschungsdaten

Forschungsdaten und die TIB – Warum brauche ich DOIs für meine Forschungsdaten?

Der DOI ist in der Welt der Wissenschaft bereits ein alter Bekannter. Forscher und Bibliografen nutzen ihn schon seit vielen Jahren als Identifier für Fachpublikationen. In diesem Artikel möchte ich mich jedoch näher der Bedeutung des DOIs in der Registrierung von Forschungsdaten zuwenden. Wie im vorherigen Artikel „Was ist ein DOI?“ beschrieben, werden auch Forschungsdaten mit einem DOI identifizierbar und somit über das globale DOI-System weltweit erreichbar. Das bedeutet, dass die gesammelten Daten und Analysen, bzw. alle Schritte der wissenschaftlichen Arbeit, mit einem DOI-Namen genauso referenziert werden können, wie ein Journal Artikel oder eine Monographie. Die eminente Notwendigkeit, Forschungsdaten mehr Rang und angemessene Bedeutung zu verleihen, zeigt sich in den zahlreichen welt-, europa-, und deutschlandweit geführten Initiativen. 2010 hat auch die DFG den Aspekt Nachnutzung von Forschungsdaten im „Leitfaden für Antragsteller“ (S.6)  verankert. In diesem heißt es: „Wenn aus Projektmitteln systematisch (Mess-)Daten erhoben werden, die für die Nachnutzung geeignet sind,

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Forschungsdaten und die TIB – Was ist ein DOI?

“Broken link – Error 404” ist oft die frustrierende Antwort auf eine Suche mit einem URL. Ursächlich hat sich die Adresse des Objektes geändert und der direkte Zugriff ist nicht mehr möglich. Orte und Adressen ändern sich auch  im Lebenszyklus eines elektronischen Objektes und sie sind deshalb, als permanente Bezeichner, gänzlich ungeeignet. (Elektronische Objekte sind in diesem Kontext Forschungsdaten, wie im 1. Teil meiner Blogreihe zu Forschungsdaten beschrieben, oder graue Literatur.) Der DOI (Digital Object Identifier)  ist unabhängig von der Adresse eines Objektes und bezeichnet nicht dessen Aufenthaltsort.  In gleicher Weise, in der eine ISBN eindeutig Bücher kennzeichnet, und eine ISSN ein fortlaufendes Sammelwerk identifiziert, ist der DOI wie ein fester Griff, direkt mit dem Objekt verbunden. Durch die Registrierung wird der DOI-Name zum dauerhaften und eindeutigen Bezeichner eines elektronischen Objektes und wird somit zu einem wichtigen  Referenzierungsmittel. Sollte sich der Aufenthaltsort eines Objekts irgendwann ändern, muss nur die URL,

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Forschungsdaten und die TIB – Was sind Forschungsdaten?

In einer kleinen Blogreihe möchte ich Ihnen einige Informationen zu Forschungsdaten, DOI-Service und Datenzentren geben und erläutern in wie fern die TIB hier involviert ist und sich verantwortlich fühlt. Beginnen möchte ich mit der Klärung, was Forschungsdaten sind, und ein paar Worte zum Umgang mit Forschungsdaten sagen. Forschungsdaten sind der zentrale Gegenstand des wissenschaftlichen Erkenntnisprozesses. So lautet eine Definition, aber was sind Forschungsdaten nun eigentlich tatsächlich?

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Das Kompetenzzentrum für nicht-textuelle Materialien

Interview mit Margret Plank, Leiterin des Kompetenzzentrums für nicht-textuelle Materialien an der TIB Frau Plank, wozu ein Kompetenzzentrum für nicht-textuelle Materialien? In Forschung und Lehre werden immer mehr AV-Materialien, 3D-Modelle und Forschungsdaten produziert aber nur ein geringer Teil davon kann recherchiert und genutzt werden. Die Suche nach diesen Objekten muss unserer Meinung nach so einfach gemacht werden, wie es heute für textuelle Dokumente schon möglich ist. Hierfür sind neue Such- und Visualisierungswerkzeuge ebenso gefragt wie eine verbesserte Erschließung, eine eindeutige Referenzierung und digitale Langzeitarchivierung. Darüber hinaus müssen neue Workflows und Standards für diese Bereiche entwickelt werden, Netzwerke aufgebaut und die Mitarbeiter geschult werden. Zur Bündelung all dieser Aktivitäten und der im Haus vorhandenen Expertise haben wir 2010 das Kompetenzzentrum für nicht-textuelle Materialien an der TIB gegründet.

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Move beyond text oder Riding the wave

Die Tontafel-Bibliothek des Assurbanipal (ca. 668 – 627 v. Chr.) hatte den Anspruch das gesamte Wissen der damaligen Zeit zu repräsentieren und umfasste vor ca. 3000 Jahren mehr als 25.000 Tontafeln. Betrachten wir heute allein der Anstieg der digitalen Information, der bereits für 2007 mit 2.25 x 1021 bits (281 Exabytes oder 281 Milliarden Gigabytes) angegeben wird (s.a. Gantz, John. F. et. al.) , so lässt sich daraus erahnen vor welchen Herausforderungen die TIB steht, heute und auch in Zukunft ein leistungsfähiges und attraktives Angebot bereitzustellen.

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CeBIT 2012: Die TIB präsentiert VisInfo

Die TIB ist zum vierten Mal in Folge auf dem Gemeinschaftsstand des Landes Niedersachsen bei der CeBIT (6.-10.3.2012) vertreten und präsentiert in diesem Jahr das Gemeinschaftsprojekt VisInfo. Forschungsdaten stellen  eine neue, zunehmend wichtige Form der Wissenschaftskommunikation dar. Der Umgang  mit Forschungsdaten unterscheidet sich jedoch in einem wichtigen Punkt von dem klassischen wissenschaftlichen Aufsatz: Forschungsdaten werden sehr häufig – ausgehend von ihrer numerischen Rohform – graphisch visualisiert. Erst in dieser Form als Kurven, Graphen und sonstigen Plots werden Forschungsdaten von Wissenschaftlern analysiert und interpretiert.

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