2 Minuten FDM: Dateibenennung

Wer hat nicht schon einmal die Erfahrung gemacht, eine Datei, bspw. ein Foto aus dem letzten Urlaub, nicht wiederzufinden, da die damals kurzerhand festgelegte (oder auch nur aus dem Speicher übernommene) Benennung sich nicht mehr erschließen lässt. In unserem Beispiel muss Franka die Beobachtungsdaten aus den unterschiedlichen Observatorien zusammenfassen und beim Abspeichern eine für sie aber auch für andere Beteiligte geeignete, konsistente und aussagekräftige Struktur entwickeln, die sie bestenfalls schriftlich fixiert.

Folgende Tipps und Tricks sollen bei der Wahl einer geeigneten Struktur für die Benennung von Dateien helfen. Manchmal ist es hilfreich oder vielleicht auch notwendig die Benennungsstruktur im Zusammenhang mit der Ordnerstruktur zu betrachten. Dieses Thema wird aber nochmal separat in einem nachfolgenden Beitrag behandelt.

Bei der Benennung von Dateien ist es sinnvoll aussagekräftige Namenskomponenten, wie z.B. Stichworte, kurze Titel, Name oder Initialen des Erstellers, Datum (im Format YYMMDD) oder auch den Bearbeitungsstatus oder die Version zu benutzen. Achten Sie auch darauf keine Sonderzeichen einzufügen (z. B. Umlaute), die bei manchen Betriebssystemen zu Problemen führen können. Auch zu lange Dateinamen können unter Umständen problematisch werden, weshalb Informationen aus der Ordnerstruktur nicht nochmal im Dateinamen wiederholt werden müssen.

In unserem Beispiel empfiehlt es sich für Franka mehrere Dateien unterschiedlich abzuspeichern. Zum einen speichert sie die Originaldateien aus Australien und aus Spanien jeweils getrennt ab. Die Daten in der kumulierten Form speichert sie nochmal separat ab. Die Originaldaten und die dazugehörige Readme-Datei erhalten jeweils in getrennten Ordnern folgende Benennung:

Für die kumulierten Daten und die dazugehörige Readme-Datei legt Franka dann in einem neuen Ordner folgende Dateibenennung fest:

Wichtig ist jetzt, dass Franka ihre Benennung konsistent hält und alle weiteren Daten im selben Schema abspeichert. Dennoch empfiehlt es sich, die Benennungsstruktur regelmäßig zu überprüfen und falls notwendig auch anzupassen in dem beispielsweise weitere Unterordner angelegt werden.

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Frauke Ziedorn

...ist Mitarbeiterin im Bereich Publikationsdienste an der TIB Hannover und dort für die Beratung zum Thema Forschungsdatenmanagement zuständig.

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