Open-Access-Angebote finden

Aufgrund der Covid-19-bedingten Schließung von Universitäten und Bibliotheken ist es schwieriger geworden, an wissenschaftliche Literatur heranzukommen. Viele Verlage haben daher die Zugangsbeschränkungen zu Fachzeitschriften, E-Books, Datenbanken etc. gelockert und stellen sie vorübergehend frei zur Verfügung. Solche Angebote wurden kürzlich in einem Blogartikel vorgestellt, der laufend aktualisiert wird. Viele dieser Angebote sind allerdings zeitlich beschränkt oder nur mit Hürden, beispielsweise über VPN, zugänglich. Wesentlich einfacher ist es, wenn Artikel Open Access veröffentlicht wurden. Das bedeutet, dass sie immer zur Verfügung stehen, ohne technische Hürden zugänglich sind und dank offener Lizenzen auch nachnutzbar sind, also z.B. problemlos für die eigene Lehre eingesetzt werden können.

Wir haben hier im Blog schon öfter über die verschiedenen Wege, frei zugängliche Fachliteratur zu finden, informiert. Aus aktuellem Anlass fassen wir die wichtigsten Möglichkeiten zusammen.

Aber auch wenn Artikel nicht Open Access erschienen sind, gibt es oft frei zugängliche Versionen, die z.B. als Preprints oder als Zweitveröffentlichung in einem Repositorium abgelegt wurden. Solche Versionen lassen sich anhand des DOI auf unterschiedlichem Weg finden:

  • Bei der Suche im TIB-Portal wird in solchen Fällen unter dem roten Button „Zugriff prüfen“ der Link „Check for Open Access Version“ eingeblendet, über den man zu einer frei zugänglichen Version gelangt.
  • Unpaywall bietet ein Browser-Plugin für Firefox und Chrome an, das anzeigt, wenn eine freie Version gefunden wurde.
  • In Google Scholar lassen sich kostenfreie Versionen mit dem Klick auf „Alle x Versionen“ anzeigen.

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Stefan Schmeja
... arbeitet im Bereich Publikationsdienste der TIB und ist insbesondere für Beratung und Schulungen zum Thema Open Access zuständig.