„Ich genieße die Fiestas und taste mich in Richtung filmische Dokumentation vor“

Ein Dorf in Mexiko und die Heilige Woche, ein Autounfall mit Fahrerflucht und ein Tequila trinkender Polizeichef und mittendrin ein Filmteam aus Göttingen. Sechs Aktenordner und viele Meter Filmmaterial erzählen die abenteuerliche Geschichte einer Mexikoexpedition vor 30 Jahren, und mit der „Bergung“ eines Ethnologischen Filmschatzes den vorläufigen Ausgang der Geschichte im Jahre 2018.

Ein gemeinsamer Beitrag zum Welttag des audiovisuellen Erbes 2018 von Miriam Reiche und Bastian Drees.

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(Alle kursiven Textstellen sind wörtliche Zitate aus den IWF-Akten der Mexiko-Expedition von 1989 (Vorhabenakten V 2588 Mexiko (Engelbrecht))

Eine Postkarte und ein Unfall

Am 21. Mai 1987 schreibt die Ethnologie-Fachreferentin des Instituts für den Wissenschaftlichen Film (IWF), Dr. Beate Engelbrecht, aus Pátzcuaro, Mexiko eine Postkarte an den Kameramann Manfred Krüger:  Lieber Manfred, die Jungfrau der Gesundheit stehe uns bei auf all unseren Wegen. Ich genieße frisch gemachte Tortillas mit Bohnen und etwas Chili. Genieße die Fiestas und taste mich in Richtung filmische Dokumentation vor. (…) Herzlichst Beate

Knapp zwei Jahre später, am 13. April 1989, verfasst die Angehörige der Deutschen Botschaft in Mexiko, Ruth Merkel, einen Vermerk mit dem Betreff Autounfall: Frau Dr. Engelbrecht und Herr Krüger vom Institut für den Wissenschaftlichen Film, Göttingen, die sich zum Filmen in Michoacán aufhalten, hatten heute einen Autounfall.

Die Jungfrau der Gesundheit stehe uns bei. Vorderseite der Postkarte von Beate Engelbrecht an Manfred Krüger vom 21. Mai 1987. Abgeheftet im Ordner En-005 03 der IWF-Vorhabenakten V 2588 Mexiko (Engelbrecht). // Foto: Miriam Reiche.

Beide Dokumente, die Postkarte und der Vermerk, befinden sich im Ordner En-005 03 der IWF-Vorhabenakten V 2588 Mexiko (Engelbrecht). Ob es die Jungfrau der Gesundheit war, die dem Filmteam Engelbrecht/Krüger beistand, ist nicht überliefert. Sicher ist aber, dass beide nur leicht verletzt wurden, obwohl der VW-Bus durch die Luft geschleudert wurde, sich überschlug und einen Totalschaden erlitt.

DFG-Antrag und Zweck der Expedition

Bereits im Januar 1988 beantragte Beate Engelbrecht Fördergelder bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für die Filmische Dokumentation „Religiöses Leben bei den Purhépecha, Michoacán, Mexiko“ Fortsetzung des Projektes En 174/1-1 – II A 5 und „Dokumentation traditioneller Handwerkstechniken in Michoacán, Mexiko“.

Zweck der Reise war es, eine filmische Dokumentation über bestimmte religiöse Rituale und einige Handwerke der Purhépecha (Michoacán) zu erstellen. Dabei sollte der religiöse Zyklus von Maria Lichtmeß bis Ostern, wie er in Patamban, einem Purhépecha-Dorf in der Sierra Purhépecha, Michoacán, gefeiert wird, dokumentiert werden. Den Höhepunkt des religiösen Zyklus bildet dabei die Semana Santa (Heilige Woche), das heißt die Osterwoche.  Diese ist im Film „Semana Santa – The Holy Week in Patamban“ dokumentiert, welcher auf einer 9-jährigen Forschung in Patamban basiert. Die Semana Santa wurde vor den Dreharbeiten zweimal beobachtet und aufgezeichnet. Das Filmteam bestand aus insgesamt zwei Leuten: Kamera (Manfred Krüger) und Regie und Ton (Beate Engelbrecht).

Die DFG genehmigte den Antrag und die Expedition wurde zu etwa gleichen Teilen vom IWF und der DFG finanziert. Kurz vor Silvester 1988 trat das Filmteam die Reise von Göttingen nach Patamban in Mexiko an.

Patamban, Michoacán, Mexiko

Da die meisten Dreharbeiten in Patamban geplant waren, insbesondere die Dokumentation des religiösen Lebens, diente das Dorf als Basis für die gesamte Expedition. Das Dorf Patamban liegt in der westlichen Sierra Purhépecha im mexikanischen Bundesstaat Michoacán. Es gehört zwar politisch zur Tenencia von Tangancícuaro, ist aber in kirchlicher Hinsicht selbstständig. Patamban ist mit drei bis vier tausend Einwohnern ein relativ großes Dorf, das vor allem von der Landwirtschaft und der Töpferei lebt.

Bei Ihrer Ankunft in Mexiko wurde das Filmteam von Angehörigen der deutschen Botschaft empfangen, musste aber aus politisch-bürokratischen Gründen zunächst auf die Aushändigung der Filmausrüstung durch den Zoll warten. Daher beschloss man, zunächst den bestellten VW-Bus in Puebla abzuholen und zu testen. Der VW-Bus sollte zwar die nächsten Monate gute Dienste leisten, das Ende der Expedition aber nicht erleben.

Nachdem ihnen die Ausrüstung vom Zoll ausgehändigt wurde und dem Filmteam von der mexikanischen Regierung ein Supervisor zugewiesen wurde, der eine schwere Belastung für das Filmteam darstellte, da er den Eindruck erweckte, dass er seine einzige Aufgabe darin sah, dem Filmteam das Geld aus der Tasche zu ziehen, fuhren sie Anfang Januar 1989 nach Patamban, Michoacán.

Die Filmaufnahmen – in enger Zusammenarbeit mit der Dorfbevölkerung

In Patamban angekommen, richtete sich das Filmteam ein und sprach mit den Cabildos, den Ältesten des Dorfes über das geplante Filmprojekt. Die Cabildos befürworteten, stellvertretend für die Dorfbewohner, das Projekt, sahen sie doch darin eine Unterstützung ihrer Bestrebungen, die Traditionen, vor allem im Osterritual wieder aufleben zu lassen.

Der religiöse Zyklus von Maria Lichtmeß bis Ostern umfasst neben diesen beiden Festen viele weitere Riten und Traditionen unter denen der  Carnaval  sowie das Letzte Abendmahl besonders hervorstechen. Am 2. Februar begannen die Filmaufnahmen mit den Feierlichkeiten zu Maria Lichtmeß. Diese sind im Film C-1895 „Mariä Lichtmeß in Patamban, Michoacán, Mexiko“ dokumentiert. Anschließend wurden die Filmaufnahmen zum Themenkomplex Carnaval (6.-8. Februar) gemacht (siehe Film C-13228 „Karneval in Patamban, Michoacán, Mexiko“) gefolgt von den Aufnahmen der Festlichkeiten um Jesus de Nazareno. Letztere begannen eigentlich mit Aschermittwoch und endeten mit Ostern.

Aufgrund der komplexen und vielfältigen Rituale, die zum Teil gleichzeitig an verschiedenen Orten im Dorf stattfanden, war das Filmteam Engelbrecht/Krüger auf eine gute Zusammenarbeit mit den Dorfbewohnern angewiesen. Da diese dem Filmprojekt überwiegend positiv gegenüber standen,  wurde das Team zum Teil ohne zu fragen, mit Informationen versorgt oder sogar zu bestimmten Ereignissen gerufen. Im Laufe des Aufenthalts in Patamban intensivierte sich diese Zusammenarbeit, so daß bei den letzten Aufnahmen von einer engen Kooperation zwischen Gefilmten und Filmteam gesprochen werden kann.

E-3135 Semana Santa – Die Heilige Woche in Patamban

Nach einigen Filmaufnahmen zum traditionellen Handwerk in anderen Orten, um eine längere Drehpause in Patamban zu überbrücken, begannen Mitte März die intensiven Vorbereitungen für die Dokumentation der Semana Santa. In der Kirche musste zusätzliches Licht installiert werden, da der 16mm-Film hier eine Verstärkung benötigte. Das Filmteam schenkte der Gemeinde zwei Kronleuchter, an die zusätzlich Strahler angebracht wurden. Eine weitere Herausforderung war die Länge der Prozession. Da eine 16mm Film-Rolle bereits nach 10 Minuten zu Ende war, mussten Pausen für den Kassettenwechsel eingeplant werden. Um möglichst beweglich zu sein, wurde der Film fast vollständig von der Schulter gedreht. Frau Engelbrecht übernahm die Tonaufnahmen und arbeitete Schulter an Schulter mit dem Kameramann. Dies ermöglichte ihr, ihn auf wichtige Handlungen während der Prozession hinzuweisen. Unerfreulich war für das Filmteam und die Bewohner, dass der Supervisor „sich immer dazwischen mischte, statt ruhig irgendwo zu sitzen.“

Die Karwoche in Patamban besteht vor allem aus einem „Passionsspiel“, das über eine Woche geht. In den IWF-Akten berichtet Beate Engelbrecht über die Aufnahmen: Diese zogen sich acht Tage hin. Ein großer Teil des Films wurde nachts aufgenommen, sowohl in der Kirche als auch draußen. Das Osterfest in Patamban ist ein äußerst kompliziertes Fest, bei dem ganz verschiedene Rituale ineinandergreifen. Ob der Komplexität des Festes und der zahlreichen, parallel stattfindenden Zeremonien war es nur möglich, einen Ausschnitt des Festes zu dokumentieren. Wir orientierten uns dabei an den Hauptaktivitäten in und um die Kirche. Wo immer möglich, bemühten wir uns, Nebenhandlungen, wie zum Beispiel das Umkleiden eines Heiligen, Nachtwache für einen Heiligen oder Wechsel eines Carguero, mit in die Aufnahmen einzubeziehen.

Bilder aus dem Film mit der Signatur E-3135 Semana Santa – Die Heilige Woche in Patamban (https://doi.org/10.3203/IWF/E-3135)

Nach dem Ende der Karwoche waren die Arbeiten in Patamban abgeschlossen und erneut setzte sich das Filmteam in den treuen VW-Bus und machte sich auf den Weg zu neuen Drehorten, um Aufnahmen vom Alltag und der Arbeit einer Weberfamilie (Eigentlich hatten die Weberinnen ihren Spaß daran) und anderer handwerklicher Tätigkeiten zu machen. Noch gute drei Wochen beförderte der VW-Bus das Filmteam und seine Ausrüstung, dann kam für ihn das Ende. Die letzten 40 Meter seiner Dienstzeit legte er fliegend zurück.

Tequila mit dem Polizeichef und eine verlorene Brille: Der Autounfall

Am 13. April 1989 befand sich der VW-Bus mit Manfred Krüger am Steuer auf dem Weg von Cherán zurück nach Patamban. Als er auf eine unbefestigte Straße abbiegen wollte, kam es zum Unfall, den Frau Engelbrecht im Unfallbericht dokumentiert: In diesem Augenblick fuhr ein Autobus hinten auf. (…) Unser VW-Bus wurde rund 40 m weit durch die Luft geschleudert. Dabei überschlug sich das Auto einmal genau über einer kleinen Brücke, deren Leitpfosten durch das Auto zerstört wurden. (…) Zu unserem Glück hatten wir weder das Bewusstsein verloren noch hatten wir uns schwer verletzt. Das Auto erlitt dabei allerdings einen Totalschaden.

Auch die Ausrüstung war in Mitleidenschaft gezogen worden. Der Kamerakoffer selbst war stark verzogen. (…) Einige unserer Metallkisten waren stark verbeult, einige der Filmbüchsen gequetscht. Frau Engelbrecht hatte außerdem ihre Brille verloren. Nachdem die ersten Schreckmomente überstanden waren, setzte sich der Busfahrer zurück ans Steuer und beging mit seinem Autobus Fahrerflucht. Wenig später erreichte die lokale Polizei den Unfallort, an dem sie jedoch  aufgrund fehlender Zuständigkeit wenig ausrichten konnte. Stattdessen setzte die örtliche Polizei (…) dem fliehenden Autobus nach.

Nach der vollständigen Genesung des Filmteams folgte eine bürokratische Odyssee zwischen Polizeidienststellen, deutscher Botschaft, Versicherung und Busgesellschaft um die Frage, wie der Schaden ersetzt werde. Der Versicherungsagent dämpfte die Hoffnungen auf eine zügige Lösung mit der Bemerkung, daß der Leiter der Busgesellschaft inzwischen schon mit dem Polizeichef Tequila-Trinken gegangen war. Bis zum Ende der Expedition sollte keine Lösung gefunden werden und Frau Engelbrecht berichtete resigniert der DFG: Herr Krüger und Frau Engelbrecht konnten in diesem Fall leider nicht mehr tun.

„Zum historischen Dokument geworden“ – Ein Film kehrt zurück

Drei Jahre später, im August 1992, erscheint auf Seite 7 der IWF-aktuell Nr. 21 ein Beitrag von Beate Engelbrecht: „Semana Santa – Ein Film kehrt zurück“. Darin berichtet sie über die Rückführung des Films Semana Santa nach Patamban und seine Bedeutung für die Bevölkerung vor Ort als Teil des kulturellen Gedächtnisses.

Als Frau Engelbrecht 1990 zur Karwoche nach Patamban zurückkehrte stellte sie fest, dass mittlerweile der „Dramaturg der Karwoche“, Antonio Clemente, gestorben war und hierdurch „eine große Wissenslücke entstanden [war], die offensichtlich nicht so leicht zu füllen war.“ Er hatte in seiner Jugend (vor der mexikanischen Revolution!) einen Priester begleitet und dadurch das Wesentliche der Passionsspiele erlernt. Später, in den 1950er Jahren, hatten er und zwei weitere Personen (u.a. ein Bildhauer, der sich auf Heiligenfiguren spezialisiert hatte) eine Neu-Inszenierung der Karwoche vorgenommen. Antonio Clemente hatte „seit Jahrzehnten das Passionsspiel überwacht“ und war derjenige, „der alles wusste.“ Vor diesem Hintergrund gewann das noch ungeschnittene Filmmaterial für die Bewohner Patambans an zusätzlicher Bedeutung und bis heute besteht ein besonderes Interesse an diesem Film. „Der Film schien schon zu diesem Zeitpunkt zum historischen Dokument geworden zu sein.“

Im Dezember des folgenden Jahres reisten Frau Engelbrecht und Manfred Krüger „wieder nach Patamban, um den fertigen Film uraufzuführen.“  Die erste Vorführung des Films fand auf der Plaza des Dorfes statt, „damit alle Dorfbewohner daran teilnehmen konnten.“ Der Film beschäftigte die Besucher noch lange, da kaum jemand jemals zuvor die Fiesta in dieser Ausführlichkeit miterlebt hatte. Für Frau Engelbrecht zeigte sich deutlich, „daß die ‚Rückgabe‘ des Films zu einer ganz neuen, nun vom Dorf initiierten partnerschaftlichen Beziehung zu uns Filmemachern führte.“

Und heute?

Bereits 1979 reiste Beate Engelbrecht erstmals nach Patamban und seitdem nahezu jährlich entweder nach Mexiko oder zur „Außenstation in Florida“. Ihre Mexiko-Forschung und Filmarbeit haben einen Großteil ihres Lebens bestimmt und auch heute dient ihr die Filmarbeit („keine Reise ohne Videokamera“) dazu, neue Gedanken über die ethnographische Filmarbeit und neue Ideen zu entwickeln und sie an junge Leute weiterzugeben. Dennoch gibt es einen Punkt, der sie etwas ratlos macht: „… dass es seit der Schließung des IWF keinen Ort mehr gibt, an dem in Deutschland produzierte ethnographische Filme gesammelt und gesichert werden. Betrachtet man das Thema kulturelles Erbe und was Film hier leisten könnte, ist das besonders traurig.“

In den Magazinräumen der TIB schlummert mit dem im Jahre 2012 übernommenem Filmarchiv des IWF ein ungehobener Schatz

Filme sind ein fragiles Kulturgut. Filmkopien waren Gebrauchsmaterial und nicht für die Ewigkeit geschaffen. Das Trägermaterial der Filme Celluloseazetat ist zudem anfällig für das sogenannte Essigsäure-Syndrom, welches auch vor den IWF Filmen nicht halt gemacht hat.  Die Zeit drängt und mit der Digitalisierung der Ethnologischen Sammlung im Rahmen des Projektes DELFT – Digitalisierung EthnoLogischer FilmbesTand und ihrer Zugänglichmachung im AV-Portal ist ein erster, wichtiger Schritt getan.

Fast 2.000 Filme umfasst die Ethnologische Sammlung, unter ihnen befinden sich Filmkopien deren Inhalte bis zu 100 Jahre alt sind und die jüngsten wie der Mexico-Film von Beate Engelbrecht aus dem Jahre 1992.

Ein „Film“ besteht dabei nicht nur aus der physischen Kopie selbst, oftmals existieren noch eine Reihe anderer Materialien die zum Beispiel die Produktion und Verbreitung der Filme dokumentieren. Auch für die Ethnologische Sammlung existiert dieses Material, darunter befinden sich Fotos und Dias der Expeditionen, zusätzliche Tonbänder und die zu jedem Film veröffentlichten Begleithefte. Eine Besonderheit sind die Redaktions- und Produktionsakten des IWF. Diese Akten sind Teil der Institutsgeschichte und geben einen tiefen Einblick in den Entstehungskontext der Filme und lassen erahnen mit wie viel Herzblut ein jeder einzelne Film entstanden ist. Deswegen haben wir uns im Projekt DELFT dafür entschieden, diese filmbegleitenden Dokumente ebenfalls zu digitalisieren und so den Weg für eine zukünftige Bereitstellung zu ebnen. Zum heutigen Welttag des audiovisuellen Erbes haben wir mit diesem Blogbeitrag versucht einen (sehr) kleinen Einblick in den umfangreichen Schatz der IWF-Akten und die Geschichten hinter dem Film zu bieten.

Erhaltung von audiovisuellem Erbe: Es bleibt noch viel zu tun.

Für den Erhalt dieses Filmschaffen, das nach der Digitalisierung zukünftig aus dem analogen Original und dem digitalen Objekt besteht, müssen den unterschiedlichen Eigenschaften dieser Objekte, angepasste Erhaltungsstrategien entwickelt werden. Dabei ist eine Bestandserhaltungsstrategie keine statische Angelegenheit, sondern vielmehr ein dynamischer Prozess, der sich in ständiger Weiterentwicklung befindet und fortlaufend überwacht werden muss.

Mit der Digitalisierung der Ethnologischen Filmsammlung stellt sich die TIB ihrer Verantwortung gegenüber dem filmischen Werk des IWF. Für eine umfassende Bewahrung von Kulturgut, im Sinne von Beate Engelbrecht, darf man aber nicht nur an die Digitalisierung und Archivierung  von Beständen denken, erst zusammen mit der Erschließung und Vermittlung kann von Zugang und damit von Erhalt gesprochen werden.

Wir bedanken uns bei Beate Engelbrecht für die Unterstützung und vielen Zusatzinformationen, die über den Akteninhalt hinausgehen.

Zur Person:

Dr. Beate Engelbrecht studierte Ethnologie, Soziologie und Nationalöknomie an der Universität Basel, wo sie 1985 zum Thema „Töpferinnen in Mexiko. Entwicklungsethnologische Untersuchungen zur Produktion und Vermarktung der Töpferei von Patamban und Tzintzuntzan, Michoacán, Westmexiko.“ promovierte. Von 1985 bis 2012 arbeitete Sie am IWF als ethnographische Filmemacherin und leitete unter anderem den Bereich „Kultur und Gesellschaft“ sowie von 2002 bis 2008 den Geschäftsbereich Transfer. 1993 gründete Sie das Göttingen International Ethnographic Film Festival (GIEFF).

Hier finden Sie die Filme von Beate Engelbrecht im TIB AV-Portal.

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Bastian Drees

... arbeitet im Kompetenzzentrum für nicht-textuelle Materialien (KNM).

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