Glück, Gesundheit, Armut und Konsum – die Themen des diesjährigen Nobelpreisträgers Angus Deaton

Der diesjährige Gewinner des Nobelpreises für Wirtschaftswissenschaften heißt Angus Deaton. Er befasst sich mit der Ökonomie des Glücks und untersucht dabei den Einfluss der wirtschaftlichen Lage bzw. des Konsums auf unsere Gesundheit sowie unserem gefühlten Glück.

„Bis vor nicht allzu langer Zeit war Glück kein seriöses Wissenschaftsthema, die Leute waren glücklich oder nicht, aber keiner ging diesem Zustand systematisch nach. Das hat sich geändert.“, sagt Deaton über sein Forschungsgebiet. Das Geld glücklich macht, ist eine altbekannte Weisheit. Deaton konnte aber auch zeigen, das Armut die Menschen unglücklich und unzufrieden macht. 

In seinem 2013 erschienen Buch „The Great Escape: Health, Wealth, and the Origins of Inequality“ hat er die Entwicklung der USA in den vergangenen 250 Jahren untersucht und die Ursachen für die immer stärker werdende Ungleichheit zusammengetragen. „Die Fortschritte, die wir gemacht haben, haben gleichzeitig zu größerer sozialer Ungerechtigkeit geführt. Leute werden abgehängt. Und die, die es geschafft haben, ziehen die Leitern hoch, damit niemand nachrücken kann. Das ist das, was heute in den USA passiert.“ Zurzeit befasst sich Deaton verstärkt mit der Entwicklung im Schwellenland Indien und generell mit dem Thema Entwicklungshilfe.

Weitere Informationen zu Angus Deaton und seiner Arbeit sind auf der Nobelpreisseite nachzulesen. Literatur zu Deatons Themen gibt es in der Fachbibliothek Wirtschaftswissenschaften.

Viel Spaß beim Stöbern!

 

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Petra Mensing

ist Fachreferentin für Biologie, Gartenbau, Umwelttechnologien und Wirtschafts- wissenschaften an der Technischen Informationsbibliothek (TIB) und zuständig für die Ausbildungskoordinierung (höherer Dienst).

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