„Nobelpreis“ für die Bändigung der Weltkonzerne

Im Gegensatz zu den vergangenen Jahrzehnten ging der diesjährige Wirtschaftsnobelpreis nicht an einen US-amerikanischen Wirtschaftswissenschaftler, sondern an den Franzosen Jean Tirole. Ein guter Anlass, sich einmal näher mit der Frage zu beschäftigen, warum manchmal ein oder mehrere Unternehmen einen Markt dominieren, Preise festsetzen oder potentielle Konkurrenten behindern.

Wie ein solches Marktversagen gesamtwirtschaftlich möglichst effizient reguliert werden sollte, damit beschäftigt sich Tirole in vielen seiner Arbeiten. Er gibt auf diese Weise konkrete Handlungsempfehlungen für die „Bändigung mächtiger Unternehmen“. Ob Politiker in ihrem „Kampf“ gegen Weltkonzerne wie Google, Microsoft oder Amazon daraus die richtigen Lehren ziehen, kann jeder mit einem Blick auf Tiroles Forschungsergebnisse im Bestand der TIB/UB oder im Fachportal  EconBiz selbst beurteilen.

Auch wenn im eng getakteten Studienalltag die Industrieökonomik im Moment vielleicht gerade nicht ganz oben auf der Agenda steht, ein Blick über den Tellerrand lohnt sich …

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