Zwei Studierende und ihre Laptops im Kampf gegen die Deadline

Die Lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten, so könnte sie ablaufen …  

Anne T. (25 Jahre, 7. Semester, Maschinenbau)

„Ich hab ein ganz schlechtes Gewissen. Grad hat mir einer so’n Flyer in die Hand gedrückt: Lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten. Scheiße, die letzten paar Tage hab ich echt gar nix an der Masterarbeit gemacht. Eigentlich muss ich das ja auch nur noch zusammenschreiben. Aber nee, das geht gar nicht voran und Spaß macht’s mir auch keinen. Aber was soll’s, ich kann da ja mal in die TIB gucken, vielleicht ist die Veranstaltung ja sinnvoll.

Später auf der Langen Nacht…

20.00 Uhr
Ja, die Einführung und dann Argumentationstipps, naja, brauch ich eher so am Rande, vielleicht im Ergebniskapitel oder so. Ich muss erst ma‘ anfangen. Hab mich für ’ne Schreibberatung eingetragen – da ist ganz schön was los, scheint ja dann vielleicht hilfreich zu sein.

21.00 Uhr
Hmm, das klingt so einfach. Die hat mir in der Beratung schon ein paar gute Tipps gegeben und sogar ein bisschen von meinem Text gelesen. Der Kaffee ist auch ganz lecker und Kekse gibt’s auch. Ich sollt mir aber mal einen Platz zum Schreiben suchen. Die hat ja gesagt, auch einfach erstmal aufschreiben – es muss nicht sofort perfekt sein.

22.00 Uhr
Die Entspannungsübungen mit der Frau vom Hochschulsport haben gut getan. Und was geschafft hab ich ja auch schon. Auf dem Programm ist noch ein Vortrag zum Aufschieben angekündigt, da werd ich mal hingehen.

22.50 Uhr
Man, jetzt weiß ich mal was das mit diesem Aufschieben soll. Das kann ja übel werden. Wusst auch gar nicht, dass es so was wie die PTB gibt – gute Sache. Ich glaub, ich versuch’s aber erst noch mal mit der Schreibberatung, die Überarbeitungstipps für meinen Text hab ich erstmal alle umgesetzt.

23.10 Uhr
So, noch ’nen Termin gemacht für nächste Woche. Jetzt geh ich nach Haus. Endlich mal was geschafft – geil!“

Johannes B. (22 Jahre, 5. Semester, Wirtschaftswissenschaften)

„Gestern hab ich in der Mensa das Plakat gesehen: Lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten. Kumpels waren schon letztes Jahr da und mein Bruder hat davon mal erzählt, der studiert in Frankfurt, da gibt’s das auch.

Bei mir steht ja eh die erste Seminararbeit an. Mein Thema hab ich auch schon und auch einen Text dazu. Der Dozent hat irgendwas von Eingrenzung und Fokus gesagt – der fehlt mir irgendwie noch.

Später auf der Langen Nacht…

20.00 Uhr
Die Einführungsveranstaltung ist vorbei. Der Uni-Präsident war auch da – nette Rede. So Typen vom Debattierklub und dann der von der Schreibwerkstatt mit seinen Tipps zum Argumentieren. Dachte ich erst, brauch ich nicht, aber ich denke mal, irgendwas diskutieren muss ich auch in meiner Arbeit.

20.45 Uhr
Ich war gerade in einer Schreibberatung und habe über mein Thema gesprochen. Die Schreibberaterin hatte total viele Fragen, aber ich glaube, mir ist jetzt klarer, was ich schreiben will. Wir haben auch gemeinsam eine Gliederung erstellt. Außerdem hat Sie mir die Übung Dreischritt und Blitzexposé aus diesem Heft „Starthilfe Schreiben“ vorgeschlagen.

21.30 Uhr
Die Übungen waren ganz gut, aber es fehlt mir noch Literatur. Mein Dozent meinte ja, ich soll das Literaturverzeichnis der vorgegebenen Literatur zur Recherche verwenden.  Hier gibt’s ja auch Rechercheberatung von der TIB. Mal sehen was die noch an Tipps auf Lager haben.

22.30 Uhr
Das mir der Rechercheberatung war echt hilfreich und um 22 Uhr war ich noch beim Citavi-Workshop – scheint auch hilfreich Literatur am PC zu verwalten. So jetzt kurz Kaffee und Obst und dann aber noch mal n’ bisschen was schreiben.

23.55 Uhr
So, jetzt hab ich noch ein Buchkapitel gelesen und rausgeschrieben, was ich für meine Arbeit gebrauchen kann. Hab ’ne Gliederung gemacht, ein grobes Exposé und Literatur ist auch da. Auf dem Programm ist um zwölf noch ein Vortrag zum Zitieren, den könnt ich mir noch mal geben“

 Original Beitrag unter: http://www.zfsk.uni-hannover.de/night_writers.html  [UPDATE 17.3.2014]

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David Kreitz

David Kreitz

... aus dem Team Schlüsselkompetenz Schreiben der Zentralen Einrichtung für Qualitätsentwicklung in Studium und Lehre (ZQS) der Leibniz Universität Hannover

2 Gedanken zu „Zwei Studierende und ihre Laptops im Kampf gegen die Deadline

    1. Danke für den Hinweis auf den toten Link. Die Seite gibt es mit der „Archivierung“ der Seiten zur letzten langen Nacht offebar nicht mehr, dafür gibt es jetzt einen schönen Rückblick auf dei Veranstaltung: http://www.zfsk.uni-hannover.de/ln8_rueckblick2014.html

      Bzgl. Selbstmotivation: Ein paar Einstiegshilfen bieten die von der Schreibwerkstatt zusammengestellten Links und Materialien: http://www.zfsk.uni-hannover.de/materialien_schreibwerkstatt.html

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