Gelungene Premiere auf der IFLA 2013 in Singapur: Deutsche Bibliotheken stellen sich gemeinsam vor

logo-2013_mlarge_bordersDie International Federation of Library Associations and Institutions (IFLA) bringt jedes Jahr im August rund 4.000 Bibliotheks- und Informationsexperten aus aller Welt zusammen. Keine andere Veranstaltung bietet ein so vielfältiges und buntes Programm, welches einen weit über den eigenen Tellerrand hinaus schauen lässt. Sie ermöglicht Begegnungen und Eindrücke, die den Arbeitsalltag überdauern.

Bereits seit über zehn Jahren präsentiert sich die TIB im Rahmen ihrer Internationalisierungsstrategie auf dem „Weltkongress der Bibliothekare“, so auch 2013 wieder. Die begleitende Bibliotheks- und Firmenausstellung bietet die Chance, mit den Kongressteilnehmern ins Gespräch zu kommen.

Singapur 2013 In diesem Jahr nahmen in Singapur auf einer Fläche von rund 1.000 Quadratmetern 88 Aussteller teil. Eine einzelne Bibliothek geht in dieser Vielfalt leicht unter. Seit Jahren schon gärte die Idee einer besseren Sichtbarkeit unter den deutschen Ausstellern. Nun nahmen die TIB und das Goethe-Institut das Heft in die Hand und verwirklichten erstmalig einen deutschen Gemeinschaftsstand. Vier weitere Partner wagten gemeinsam mit der TIB und dem Goethe-Institut das Experiment: Unter dem Motto „Library Services – Made in Germany“ präsentierten sich TIB, Goethe-Institut, die Deutsche Nationalbibliothek, die Bayerische Staatsbibliothek, die Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg sowie EBLIDA (European Bureau of Library, Information and Documentation Associations) dem globalen Publikum. Fachvorträge im IFLA-Auditorium (unter anderem die Vorstellung des Kompetenzzentrums für nicht-textuelle Materialien an der TIB), Kurzvorträge und „Sprechstunden“ auf dem Stand sowie ein Quiz („Wie viele Bibliotheken gibt es in Deutschland: 5.000, 7.500 oder über 10.000?“ – Lösung siehe unten) garantierten einen gut besuchten Stand und waren immer gute Gesprächseröffnungen.

Die Vorteile der Kooperation liegen auf der Hand: Neben Ressourcenschonung bei Personal und Budget sind die Sichtbarkeit und Einordnung entscheidend. Schon von weitem erkannten die Besucher am Standdesign die Herkunft der Partner, die gleichberechtigt repräsentiert wurden. Die Sichtbarkeit funktionierte über das Land, nicht über die einzelne Institution. Denn „Made in Germany“ war und ist – insbesondere in Asien – noch immer ein Anziehungspunkt. Erst einmal neugierig gemacht ließen sich die Besucher gerne die vielfältige deutsche Bibliotheks- und Informationslandschaft erläutern.

Das Konzept war erfolgreich und soll 2014 fortgesetzt werden – in optimierter Form und offen für weitere Partner. IFLA-Austragungsort wird dann Lyon in Frankreich sein. Länder wie Australien und Frankreich haben Interesse an dem Modell gezeigt.  Vielleicht bietet sich damit für den IFLA-Verband und die jeweiligen Organisatoren ein Weg, eine Art „Länder-Pavillon“ oder ähnliche Angebote zu schnüren, der es auch kleineren Einrichtungen erlaubt, sich und ihre Dienstleistungen auf einer großen, internationalen Bühne zu zeigen.

(Lösung Quiz: Natürlich sind es über 10.000 Bibliotheken…)

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