Move beyond text oder Riding the wave

Die Tontafel-Bibliothek des Assurbanipal (ca. 668 – 627 v. Chr.) hatte den Anspruch das gesamte Wissen der damaligen Zeit zu repräsentieren und umfasste vor ca. 3000 Jahren mehr als 25.000 Tontafeln.

Betrachten wir heute allein der Anstieg der digitalen Information, der bereits für 2007 mit 2.25 x 1021 bits (281 Exabytes oder 281 Milliarden Gigabytes) angegeben wird (s.a. Gantz, John. F. et. al.) , so lässt sich daraus erahnen vor welchen Herausforderungen die TIB steht, heute und auch in Zukunft ein leistungsfähiges und attraktives Angebot bereitzustellen.

Dabei ist die Bewältigung der Informationsflut nur ein Aspekt, hinzu kommen viele verschiedene Medientypen und Formate. Während in der Vergangenheit Druckmedien (Text und Bild) vorherrschend waren, kommen zunehmend digitale, audio-visuelle Medien und weitere Nichtstandard-Dokumente hinzu. Und natürlich dürfen wir die Anforderungen unserer Nutzer nicht vergessen: Informationen sollen schnell, barrierefrei und zu jeder Zeit und an jedem Ort verfügbar sein. Viele Methoden und Plattformen für social networking und social awareness werden gegenwärtig neu- und weiterentwickelt. Für Forscher gibt es social awareness tools die Kollaborationen ermöglichen, Literatur und Referenzen verwalten und Optionen bieten, wie wissenschaftliche Erkenntnisse und Ergebnisse auf neuen Wegen bekannt gemacht werden können.

Im Abschlussbericht der High Level Expert Group on Scientific Data. A submission to the European Commission. October 2010 „Riding the wave. How Europe can gain access from the rising tide of scientific data” wird die Aufgabe beschrieben mit:

“Knowledge is power; Europe must manage the digital assets its researchers generate.”

Daraus ergeben sich viele Anforderungen für die TIB:
Unsere bereits bestehenden Angebote wie GetInfo müssen weiterentwickelt werden, um alle Medienformate such- und findbar zu machen. Jeder digitale Objekttyp (Forschungsdaten, AV-Medien, 3D-Objekte, Software) hat dabei seine einzigartigen Charakteristiken und seinen eigenen Lebenszyklus.
Weitere Fragen sind: Wie sichern wir die Qualität des Angebots? Wie gewährleisten wir die Langzeitverfügbarkeit?

Diese Themen und Fragen möchten wir mit Ihnen diskutieren und werden in der nächsten Zeit, unsere Produkte, Tools, Prototypen Ihnen in diesem Blog vorstellen und freuen uns auf eine lebhafte Diskussion.

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Irina Sens

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