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Converis – das kommerzielle Forschungsinformationssystem zum selber bauen

Warum ein FIS an der Universität Münster (WWU)?

Es ist nun mittlerweile mehr als 10 Jahre her, dass an der WWU die Überlegungen gereift sind: Wir brauchen ein Forschungsinformationssystem (FIS). Ende 2008 wurde ein entsprechendes Einführungsprojekt ins Leben gerufen mit dem Ziel, Informationen über die vielfältigen Forschungsaktivitäten und -ergebnisse an einer Stelle verfügbar und sowohl für die interne wie externe Berichterstattung als auch die Außendarstellung zugänglich zu machen. Ferner sollte die mehrfache Erhebung von Forschungsinformationen vermieden und hierzu – wenn möglich – auf bestehende Prozesse, bei denen benötigte Daten anfallen, aufgesetzt werden. Diese doch grundlegenden Ziele wurden zunächst in konkrete Anforderungen heruntergebrochen und in eine fachliche Konzeption überführt. Detaillierte Informationen hierzu finden Sie in der einen oder anderen Veröffentlichung, etwa hier, hier und hier. Die fachliche Konzeption war die Grundlage für die weiteren Auswahlentscheidungen. Gegen eine Individualentwicklung und für eine kommerzielle FIS-Lösung haben allen voran der hohe initiale Entwicklungsaufwand und die Herausforderungen der nachhaltigen Sicherung des Entwicklungs-Know-Hows gesprochen. Gewissermaßen als Kompromiss aus Individualentwicklung und kommerziellem System ist die Auswahl letztlich auf Converis gefallen.

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VIVO – mit Open Source und Linked Data zu verschiedenen Zielen

Die community-gestützte Open-Source-Software VIVO gibt es seit etwa 15 Jahren. Ursprünglich wurde sie an der Cornell University entwickelt. Über die Zeit hat sich ein großes Netzwerk von VIVO-einsetzenden Institutionen entwickelt. Weltweit sind zur Zeit 165 Anwender registriert – wobei dort längst nicht alle aktiven VIVO-Implementierungen erfasst sind. Das Open Science Lab der Technischen Informationsbibliothek ist seit 2013 aktiv in der VIVO-Community mit dem Ziel, „dezentrale, offene, web-basierte Infrastruktur für Forschungsinformationen als Inspiration für bessere fachliche Kommunikation und Kollaboration“ zu erforschen. VIVO wurde seitdem in verschiedenen Projekten eingesetzt. Seit 2017 hat die TIB eine öffentlich zugängliche VIVO-Installation, die seitdem kontinuierlich weiterentwickelt wird. Ebenfalls seit 2017 ist die die TIB Mitglied bei der VIVO-Dachorganisation Duraspace und engagiert sich in vielfältiger Weise in der Weiterentwicklung der Software, der Ontologie und der Community. [1]

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Die DINI AG FIS beim BID-Kongress 2016 in Leipzig

Auch in diesem Jahr beteiligt sich die Arbeitsgruppe „Forschungsinformationssysteme“ der Deutschen Initiative für Netzwerkinformation (DINI e.V.) wieder aktiv am Programm des Bibliothekskongresses.

Am Dienstag, dem 15. März, geht es im Seminarraum 14/15 von 16 bis 18 Uhr um das Thema:

Mehr als eine Hochschulbibliographie: Forschungsinformation im Umfeld von nationaler Standardisierung und überregionaler Vernetzung – Best practice und aktuelle Trends von Forschungsinformationssystemen (FIS)

Die DINI AG Forschungsinformationssysteme stellt in diesem Workshop aktuelle Entwicklungen im Bereich Forschungsberichterstattung zur Diskussion. Von besonderer Relevanz ist hierbei die Frage, wie Bibliotheken dazu beitragen können, die aktuellen Standardisierungsvorschläge des Kerndatensatz Forschung, welcher vom Wissenschaftsrat initiiert wurde, an ihren wissenschaftlichen Einrichtungen umzusetzen. Zu diesem Zwecke führt ein kurzer Impuls zu Beginn des Workshops in das Themenfeld ein.

In best-practice Beispielen soll ferner gezeigt werden, wie die Kooperation von Bibliotheken mit weiteren Stakeholdern innerhalb einer Forschungseinrichtung, wie bspw. dem Forschungsmanagement, bei der Einführung eines FIS aussehen kann, und wie sich vorhandene Datenquellen und Anwendungen (Hochschulschrift, OA-Repository, lizensierte Datenquellen wie bspw. das Web of Science aber auch Personal- und Finanzsysteme, Campusmanagement wie auch Data Warehouse und Business Intelligence-Umgebungen etc.) mit einer ggf. neu einzuführenden FIS-Anwendung kombinieren lassen.

Wie kann über institutionelles Controlling und reine Forschungsberichterstattung hinaus durch Veröffentlichen bestimmter Forschungsinformationen im Web ein zusätzlicher Nutzen aus diesen Informationen gewonnen werden, insbesondere die Entdeckbarkeit von Forschern und ihren Aktivitäten im WWW basierend auf Forschungsinhalten? Der Fokus kann dabei auf einzelne Fachcommunities, Fachgesellschaften oder auch eine nationale Forschungslandschaft gerichtetsein. Ressourcen und Forscher können über Institutionsgrenzen hinweg vernetzt und damit besser entdeckbar gemacht werden – sowohl für die Forscher selbst als auch für interessierte Dritte. Hierzu werden überblickartig aktuelle Entwicklungen im Bereich Persistent Identifier sowie Linked Open Data vorgestellt.

Programm:

  • Begrüßung und Einführung (Regine Tobias)
  • Vorhaltung des Kerndatensatz Forschung in Forschungsinformationssystemen – Nutzen und Herausforderungen für Hochschul – und Forschungsbibliotheken (Mathias Riechert)
  • Einführung und Betrieb eines Forschungsinformationssystems aus Sicht einer Universitätsbibliothek (Thorsten Ahlers)
  • FIS-Einführung als gemeinsame Aufgabe von Bibliothek und Technischer Universität (Henrike Berthold und Ulrike Gausmann)
  • Vernetzung und Sichtbarkeit von Forschungsinformationen im Internet. Ein Werkstattbericht der Leibniz-Gemeinschaft (Andreas Bliemeister)

Zielgruppe: Akteure in Bibliotheken und anderen Informationseinrichtungen, die an Aufbau und Betrieb von Forschungsprofildiensten oder integrierten Forschungsinformationssystemen mitwirken.