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Neue berufliche Rollen? Kompetenz- und Aufgabenprofile in der IT- gestützten Forschungsberichterstattung – Forschungsprojekt BERTI startet am DZHW

An der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Verwaltung spannt sich das breite Aufgabenfeld von ForschungsreferentInnen und WissenschaftsmanagerInnen auf. Es reicht von der Antragsberatung für Fördermittel und Careerservice über die Betreuung von Graduiertenschulen bis hin zum Qualitätsmanagement sowie Wissens- und Technologietransfer. Bestandteil dieses Tätigkeitsspektrums sind auch die Forschungsdokumentation sowie die Erfassung und Analyse von Forschungsleistungen.

Heterogene Berichtsanlässe, ein wachsender sowie zunehmend ausdifferenzierter Kreis an Datennachfragern und die engere Einbindung von Forschungsinformationen in strategische Entscheidungsprozesse für den organisationsinternen Steuerungsbedarf lassen die Nutzung komplexer technischer Lösungen und Informationssysteme sinnvoll erscheinen. Damit erlangt das Tätigkeitsprofil der Forschungsberichterstattung neue Qualitäten: Die Digitalisierung hält Einzug und verändert nachhaltig Arbeitsprozesse und Abläufe sowie Stellenprofile.

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[SAVE-THE-DATE] Workshop „Der Kerndatensatz Forschung – und nun? Nutzen, Grenzen und Umsetzungsstrategien des Kerndatensatz Forschung und von Forschungsinformationssystemen“

Wann?
20. und 21.02.2017

Wo?
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin

Programm und weitere Informationen
http://dini.de/veranstaltungen/workshops/kerndatensatz-forschung/

Zielgruppe
Verantwortliche und Nutzer von Forschungsinformationen und Forschungsinformationssystemen, Beauftragte zur Umsetzung des Kerndatensatz Forschung, Forschungsreferent(inn)en, Hochschulplaner, Verantwortliche in Bibliotheken und Rechenzentren, Vertreterinnen von Bundes- und Landesministerien und Forschungsförderern

Hintergrund
Hochschulen und Forschungseinrichtungen sehen sich zunehmend vor der Herausforderung, Auskunftsfähigkeit über Forschungsleistungen her- und nachhaltig sicherzustellen. Dafür werden vielerorts Forschungsinformationssysteme betrieben, eingeführt oder zumindest geplant. So unterschiedlich die Ansprüche und Ausgangssituationen dabei sind, so verschieden sind auch die Umsetzungsansätze.

Vor ca. fünf Jahren fand zu diesem Themenkomplex ein Auftaktworkshop in Karlsruhe statt. Nicht zuletzt mit der Veröffentlichung der Spezifikation des Kerndatensatz Forschung (KDSF) haben sich auf diesem Gebiet zwischenzeitlich zahlreiche Neuerungen ergeben. Dies bietet Anlass für eine erneute Standortbestimmung.

Daher werden im Rahmen eines zweitägigen Workshops insbesondere Herausforderungen und Potenziale des KDSF für die Forschungsberichterstattung beleuchtet. Der Workshop widmet sich einerseits wissenschaftspolitischen Fragestellungen. Andererseits greift er praktische Aspekte und Herausforderungen der Umsetzung des Kerndatensatz Forschung sowie der Einführung und des Betriebs von Forschungsinformationssystemen auf und bietet ein Forum für einen unmittelbaren Informations- und Erfahrungsaustausch.

Veranstalter
DINI AG Forschungsinformationssysteme | Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW)

Die DINI AG FIS beim BID-Kongress 2016 in Leipzig

Auch in diesem Jahr beteiligt sich die Arbeitsgruppe „Forschungsinformationssysteme“ der Deutschen Initiative für Netzwerkinformation (DINI e.V.) wieder aktiv am Programm des Bibliothekskongresses.

Am Dienstag, dem 15. März, geht es im Seminarraum 14/15 von 16 bis 18 Uhr um das Thema:

Mehr als eine Hochschulbibliographie: Forschungsinformation im Umfeld von nationaler Standardisierung und überregionaler Vernetzung – Best practice und aktuelle Trends von Forschungsinformationssystemen (FIS)

Die DINI AG Forschungsinformationssysteme stellt in diesem Workshop aktuelle Entwicklungen im Bereich Forschungsberichterstattung zur Diskussion. Von besonderer Relevanz ist hierbei die Frage, wie Bibliotheken dazu beitragen können, die aktuellen Standardisierungsvorschläge des Kerndatensatz Forschung, welcher vom Wissenschaftsrat initiiert wurde, an ihren wissenschaftlichen Einrichtungen umzusetzen. Zu diesem Zwecke führt ein kurzer Impuls zu Beginn des Workshops in das Themenfeld ein.

In best-practice Beispielen soll ferner gezeigt werden, wie die Kooperation von Bibliotheken mit weiteren Stakeholdern innerhalb einer Forschungseinrichtung, wie bspw. dem Forschungsmanagement, bei der Einführung eines FIS aussehen kann, und wie sich vorhandene Datenquellen und Anwendungen (Hochschulschrift, OA-Repository, lizensierte Datenquellen wie bspw. das Web of Science aber auch Personal- und Finanzsysteme, Campusmanagement wie auch Data Warehouse und Business Intelligence-Umgebungen etc.) mit einer ggf. neu einzuführenden FIS-Anwendung kombinieren lassen.

Wie kann über institutionelles Controlling und reine Forschungsberichterstattung hinaus durch Veröffentlichen bestimmter Forschungsinformationen im Web ein zusätzlicher Nutzen aus diesen Informationen gewonnen werden, insbesondere die Entdeckbarkeit von Forschern und ihren Aktivitäten im WWW basierend auf Forschungsinhalten? Der Fokus kann dabei auf einzelne Fachcommunities, Fachgesellschaften oder auch eine nationale Forschungslandschaft gerichtetsein. Ressourcen und Forscher können über Institutionsgrenzen hinweg vernetzt und damit besser entdeckbar gemacht werden – sowohl für die Forscher selbst als auch für interessierte Dritte. Hierzu werden überblickartig aktuelle Entwicklungen im Bereich Persistent Identifier sowie Linked Open Data vorgestellt.

Programm:

  • Begrüßung und Einführung (Regine Tobias)
  • Vorhaltung des Kerndatensatz Forschung in Forschungsinformationssystemen – Nutzen und Herausforderungen für Hochschul – und Forschungsbibliotheken (Mathias Riechert)
  • Einführung und Betrieb eines Forschungsinformationssystems aus Sicht einer Universitätsbibliothek (Thorsten Ahlers)
  • FIS-Einführung als gemeinsame Aufgabe von Bibliothek und Technischer Universität (Henrike Berthold und Ulrike Gausmann)
  • Vernetzung und Sichtbarkeit von Forschungsinformationen im Internet. Ein Werkstattbericht der Leibniz-Gemeinschaft (Andreas Bliemeister)

Zielgruppe: Akteure in Bibliotheken und anderen Informationseinrichtungen, die an Aufbau und Betrieb von Forschungsprofildiensten oder integrierten Forschungsinformationssystemen mitwirken.