Archiv der Kategorie: Allgemein

Die Geschäftsstelle der Leibniz-Gemeinschaft sucht ein neues Informationssystem zur Datenerfassung und Berichterstattung

Die Geschäftsstelle der Leibniz-Gemeinschaft veröffentlichte am 14.12.2018 eine Ausschreibung für ein neues Informationssystem zur Datenerfassung und Berichterstattung sowie der anschließenden Datenpflege und Support. Insbesondere soll eine umfangreiche jährliche Datenabfrage bei den 93 Leibniz-Einrichtungen mit Hilfe des neuen Systems durchgeführt werden, deren Ergebnisse unter Anderem für die Erstellung des Berichts zum Stand der Umsetzung des Paktes für Forschung und Innovation verwendet werden sollen.

Das neue System soll die Dateneingabe und –prüfung erleichtern, indem es neben Plausibilitätsprüfungen und Workflows Schnittstellen zu Excel und ggf. zu anderen Programmen wie Forschungsinformationssystemen herstellt, um den Datenaustausch so weit wie möglich zu automatisieren. Weiterhin soll ein integriertes Berichtssystem zur zentralen und dezentralen Auswertung von Daten geschaffen werden, das die Daten vielseitig verfügbar macht. Zentrale Mehrwerte durch den Gebrauch von (Forschungs-)Informationssysteme sollen so geschaffen werden (siehe bspw. das Positionspapier der DINI AG FIS: Forschungsinformationssysteme in Hochschulen und Forschungseinrichtungen).
Der Ablauf der Teilnahmefrist ist am 20.01.2019, 18 Uhr. Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.service.bund.de/IMPORTE/Ausschreibungen/editor/Wissenschaftsgemeinschaft-Gottfried-Wilhelm-Leibniz-e-V/2018/12/2705880.html

Einladung zur CRIS 2018 – International Conference on Current Research Information Systems

Vom 13.-16. Juni 2018 findet die traditionelle euroCRIS Konferenz statt – diesmal in Umea, Schweden. Die Konferenz ist ein praktisches Forum für den Austausch über Entwicklungen und Patentrezepte im internationalen Raum, von denen man auch für sein Projekt zuhause profitieren kann.

Wer selbst ein Projekt vorstellen möchte: Der Call for Papers läuft noch bis zum 1. März.

Link zur Konferenzseite: http://www.cris2018.se/

Datenschutz in Forschungsinformationssystemen

Forschungsinformationssysteme (FIS) dienen der Bündelung und Verarbeitung von Informationen zu Aktivitäten und Prozessen einer Forschungseinrichtung, um diese für unterschiedliche interne und externe Verwendungszwecke (wie etwa für das interne Controlling oder die externe Berichtslegung) bereitzustellen. Institutionelle Forschungsinformationssysteme verarbeiten und verknüpfen damit eine große Menge an individuellen Daten (zu z.B. Forscher/innen, Projekten, Programmen oder Publikationen) – auch über unterschiedliche Personen hinweg.

Diese personenbezogenen Daten sind vielfach öffentlich verfügbar: über Expertenprofile, Publikationslisten, Informationen zu Drittmittelprojekten in öffentlichen Datenbanken, veröffentlichte Vorträge usw. Auch werden viele dieser Daten an Forschungseinrichtungen bereits isoliert verarbeitet – etwa über Personal- oder Drittmittelverwaltungssysteme. Grundlage dieser Systeme und für die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung der entsprechenden personenbezogenen Daten sind spezifische Verarbeitungszwecke, die definieren, welche Daten wofür verwendet werden dürfen, um datenschutzrechtlichen Vorgaben zu entsprechen.

Die Zusammenführung vormals isoliert verarbeiteter personenbezogener Daten in integrierten Forschungsinformationssystemen darf ebenfalls ausschließlich unter Beachtung des Datenschutzes und der definierten Verwendungszwecke erfolgen. Die Frage der Schutzwürdigkeit dieser Daten und Informationen im Rahmen ihrer Zusammenführung ist allerdings klärungsbedürftig, da bei dem Einsatz von Forschungsinformationssystemen – z.B. für die interne Steuerung oder für die externe Darstellung von institutionellen Forschungsleistungen – oftmals andere Zwecke der Datenverarbeitung zugrunde gelegt werden, als bei der ursprünglichen Erhebung der personenbezogenen Daten vorgesehen.

Die DINI-AG „Forschungsinformationssysteme“ weist in ihrem Positionspapier „Forschungsinformationssysteme in Hochschulen und Forschungseinrichtungen“ auf die Bedeutung des Datenschutzes bei dem Aufbau und der Ausgestaltung von FIS hin:

„Die bestehenden Unsicherheiten hinsichtlich der Verwendbarkeit der überwiegend personenbezogenen Daten im Bereich der Forschungsdokumentation müssen übergreifend angegangen werden, besonders wenn die Daten nach außen und für Internetanwendungen genutzt werden sollen. In Zeiten von Internet und Big Data ist Datenschutz ein wichtiges Thema, das sorgfältig gegen die Vorteile der vielfach geforderten „Transparenz“ und „besseren Auffindbarkeit“ abgewogen werden muss. Bislang gibt es wenig Spezialliteratur zu dem Thema. Diese Lücke wäre im Dreieck zwischen Datenschutzstellen, Rechtswissenschaft und Anwendern zu schließen.“

Zur Identifizierung der zu schließenden Lücken fand im Frühjahr 2015 ein von der DINI-AG FIS organisierter Workshop zum Thema „Datenschutz und Forschungsinformationssysteme“ statt, bei dem neben Fachvorträgen zu allgemeinen Anforderungen des Datenschutzes an FIS auch Praxisbeispiele präsentiert wurden.

Darüber hinaus hat die Zentrale Datenschutzstelle der Universitäten in Baden-Württemberg (ZENDAS) ein Hintergrundpapier mit dem Titel „Datenschutz bei Forschungsinformationssystemen“ veröffentlicht, in welchem allgemeine Grundsätze und Hinweise zu den Anforderungen des Datenschutzes bei Aufbau und Betrieb eines FIS zusammengefasst dargestellt werden.

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Einladung zur CRIS 2016 – International Conference on Current Research Information Systems

Vom 8.-11. Juni 2016 findet die traditionelle euroCRIS Konferenz statt – diesmal in Schottland. Die Konferenz ist ein praktisches Forum für den Austausch über Entwicklungen und Patentrezepte im internationalen Raum, von denen man auch für sein Projekt zuhause profitieren kann. Early Bird Registration ist noch bis 25. April.

Link zum vorläufigen Programm:
http://CRIS2016.co.uk

Initiative OA2020 fordert Datenanalyse in Bibliotheken

Unter Federführung der Max Planck Digital Library ist kürzlich eine internationale Initiative Open Access 2020 (OA2020) entstanden, die in einer Expression of Interest eine schnellere Transformation des wissenschaftlichen Publikationswesens hin zu Open Access fordert. Unter den aktuell 37 Unterzeichnern sind viele namhafte Wissenschaftseinrichtungen, aus Deutschland bspw. Wissenschaftsrat, HRK, DFG, MPG, Leibniz, Helmholtz, Fraunhofer und so weiter.

In der begleitenden Roadmap, die praktische Schritte vorschlägt, wird den Bibliotheken eine maßgebliche Rolle zugeschrieben:  „As libraries are the organizers of the cash flows in the subscription system, they are the ones who must show leadership in grasping that their acquisition budgets need to be liberated and reinvested in open access publishing services.“

Es werden in der Roadmap weiterhin fünf Themenbereiche adressiert, zu denen konkrete Empfehlungen gegeben werden. Im Kontext von Forschungsinformationssystemen ist insbesondere der Punkt Datenanalyse interessant:

2) Analysis: Get a better understanding of publishing output and cost distribution
– Improve data analytics capacities; in general, libraries must become better informed about where their researchers publish
– Monitor publishing output in terms of OA shares and publisher distribution
(…)

Für die anstehenden Verhandlungen und die Neuorganisation von Zahlungsströmen können Forschungsinformationssysteme eine empirische Grundlage liefern. Die Roadmap der Initiative OA2020 ist damit auch ein Appell an wissenschaftliche Bibliotheken sich mit Forschungsinformationssystemen an ihren Einrichtungen zu beschäftigen und den möglichen Nutzen für die Erwerbungspolitik und die OA-Transformation zu evaluieren.

Willkommen beim Blog der DINI AG Forschungsinformationssysteme

Über diesen Blog werden die Arbeitsergebnisse der DINI AG FIS zeitnah publiziert und einer größeren Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Inhalte kreisen um die Hauptthemen der Arbeit der AG und bieten einen Überblick über Standards, best practice und aktuelle Trends der Forschungsinformationssysteme.

Inhalte:

  1. Kern des Blogs ist das Positionspapier der DINI AG FIS vom Februar 2015 mit strategischen und handlungspraktischen Hinweisen für die Einführung und Betrieb von Forschungsinformationssystemen. Im Blog steht es der Allgemeinheit mit der Option zur Annotierung zur Verfügung. Ziel soll sein, das Papier mit neuen Erkenntnissen anzureichern und dabei auch Anmerkungen aus der Wissenschaftscommunity einzubeziehen.
  2. Weitere Ergebnisse aus den Workshops sowie der aktuellen Arbeit der DINI AG FIS werden in aufbereiteter Form regelmäßig über den Blog verbreitet.
  3. Ausgewählte Forschungseinrichtungen informieren in Werkstattberichten über aktuelle Arbeiten im Umfeld von Forschungsinformationssystemen an unterschiedlichen Standorten in Deutschland.

Interesse?

Sie möchten einen eigenen Beitrag über das Thema Forschungsinformationssysteme und Forschungsberichterstattung an Ihrer Einrichtung schreiben und über den Blog der DINI AG
FIS veröffentlichen?

Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf – wir freuen uns darüber!
Mail an den Blog-Verantwortlichen Daniel Beucke (beucke@sub.uni-goettingen.de).

Kerndatensatz Forschung (Version 1.0) veröffentlicht und durch den Wissenschaftsrat zur Implementierung empfohlen

Im Zuge der zurückliegenden Wintersitzungen (20.-22. Januar 2016) hat sich der Wissenschaftsrat mit der Spezifikation für einen Kerndatensatz Forschung (Version 1.0) befasst und diese zur Einführung an Forschungseinrichtungen in Deutschland empfohlen. Die Empfehlungen gehen auf den Hintergrund und die Ziele des Vorhabens ein, stellen den Entwicklungsprozess dar, fassen die Inhalte der Spezifikation und des Kerndatensatzstandards zusammen und enthalten Vorschläge für die Implementierung und Weiterentwicklung des Kerndatensatzes im deutschen Wissenschaftssystem.

Die Empfehlungen des Wissenschaftsrats zur Spezifikation des Kerndatensatz Forschung sowie die entsprechende Pressemitteilung sind nun öffentlich einsehbar.

Die Spezifikation des Kerndatensatz Forschung: Version 1.0 und weitere Informationen zu den Ergebnissen und dem Projekt sind auf diesen Seiten hinterlegt.