Archiv des Autors: Sebastian Herwig

Gemeinsame Empfehlung der DINI AGs E-Pub, FIS und KIM zum Kerndatensatz Forschung

Gemeinsame Empfehlung KDSF

Einführung

Seit der Veröffentlichung der Empfehlungen zur Spezifikation des Kerndatensatz Forschung (KDSF) durch den Wissenschaftsrat 2016 wird die Einführung von Forschungsinformationssystemen als zentrale Nachweis- und Berichtsinstrumente zu den eigenen Forschungsaktivitäten und -ergebnissen an vielen Hochschulen intensiv diskutiert. Dies erfolgt oft in Abstimmung aller Beteiligten innerhalb der jeweiligen Hochschule oder Forschungseinrichtung. Mit Blick auf den großen Bereich „Publikationen“ gehören zu den Beteiligten auch Bibliotheken bzw. konkret Repositorienbetreibende. An diese richtet sich dieser Blogbeitrag vornehmlich.

Weiterlesen

Neue berufliche Rollen? Kompetenz- und Aufgabenprofile in der IT- gestützten Forschungsberichterstattung – Forschungsprojekt BERTI startet am DZHW

An der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Verwaltung spannt sich das breite Aufgabenfeld von ForschungsreferentInnen und WissenschaftsmanagerInnen auf. Es reicht von der Antragsberatung für Fördermittel und Careerservice über die Betreuung von Graduiertenschulen bis hin zum Qualitätsmanagement sowie Wissens- und Technologietransfer. Bestandteil dieses Tätigkeitsspektrums sind auch die Forschungsdokumentation sowie die Erfassung und Analyse von Forschungsleistungen.

Heterogene Berichtsanlässe, ein wachsender sowie zunehmend ausdifferenzierter Kreis an Datennachfragern und die engere Einbindung von Forschungsinformationen in strategische Entscheidungsprozesse für den organisationsinternen Steuerungsbedarf lassen die Nutzung komplexer technischer Lösungen und Informationssysteme sinnvoll erscheinen. Damit erlangt das Tätigkeitsprofil der Forschungsberichterstattung neue Qualitäten: Die Digitalisierung hält Einzug und verändert nachhaltig Arbeitsprozesse und Abläufe sowie Stellenprofile.

Weiterlesen

euroCRIS Membership Meeting vom 18.-20.11.2019 in Münster

Das zweite diesjährige euroCRIS Membership Meeting wird vom 18.-20.11.2019 in Münster stattfinden. Merken Sie sich den Termin gern vor. Weitere Informationen hierzu finden sie auch künftig unter: http://eurocris.wwu.de.

Über die Membership Meetings

Ganz entgegen der Bezeichnung richten sich die zweimal pro Jahr stattfinden „Membership Meetings“ nicht exklusiv an Mitglieder von euroCRIS, sondern sind offen für alle Interessierten rund um Themen wie Forschungsinformationen, Forschungsberichterstattung und Forschungsinformationssysteme (FIS). Die Membership Meetings finden wechselnd in unterschiedlichen europäischen Ländern statt. Traditionell werden die Aktivitäten im Gastgeberland stärker in den Fokus gerückt und durch Berichte zu internationalen Entwicklungen ergänzt. Auf diese Weise sollen der Austausch wie die Zusammenarbeit innerhalb der nationalen, europäischen und internationalen FIS-Community gefördert werden.

Über euroCRIS

euroCRIS ist eine internationale Vereinigung, die Experten und Interessierte rund um den Bereich Forschungsinformationen und Forschungsinformationssysteme (FIS/CRIS) zusammenbringt. Das wesentliche Anliegen von euroCRIS ist die Förderung der Zusammenarbeit und des Wissensaustauschs innerhalb der internationalen FIS-Community sowie der Standardisierung von Forschungsinformationen. Hierzu entwickelt euroCRIS bspw. das gemeinsame europäische Forschungsinformationsformat CERIF. Mehr über euroCRIS finden Sie unter: https://www.eurocris.org/

Converis – das kommerzielle Forschungsinformationssystem zum selber bauen

Warum ein FIS an der Universität Münster (WWU)?

Es ist nun mittlerweile mehr als 10 Jahre her, dass an der WWU die Überlegungen gereift sind: Wir brauchen ein Forschungsinformationssystem (FIS). Ende 2008 wurde ein entsprechendes Einführungsprojekt ins Leben gerufen mit dem Ziel, Informationen über die vielfältigen Forschungsaktivitäten und -ergebnisse an einer Stelle verfügbar und sowohl für die interne wie externe Berichterstattung als auch die Außendarstellung zugänglich zu machen. Ferner sollte die mehrfache Erhebung von Forschungsinformationen vermieden und hierzu – wenn möglich – auf bestehende Prozesse, bei denen benötigte Daten anfallen, aufgesetzt werden. Diese doch grundlegenden Ziele wurden zunächst in konkrete Anforderungen heruntergebrochen und in eine fachliche Konzeption überführt. Detaillierte Informationen hierzu finden Sie in der einen oder anderen Veröffentlichung, etwa hier, hier und hier. Die fachliche Konzeption war die Grundlage für die weiteren Auswahlentscheidungen. Gegen eine Individualentwicklung und für eine kommerzielle FIS-Lösung haben allen voran der hohe initiale Entwicklungsaufwand und die Herausforderungen der nachhaltigen Sicherung des Entwicklungs-Know-Hows gesprochen. Gewissermaßen als Kompromiss aus Individualentwicklung und kommerziellem System ist die Auswahl letztlich auf Converis gefallen.

Weiterlesen

Zusammenfassung des Workshops „Umsetzung des Kerndatensatz Forschung in der bibliothekarischen Praxis“

Mit dem Workshop „Umsetzung des Kerndatensatz Forschung in der bibliothekarischen Praxis“ wurde am 24. Oktober 2018 in der Geschäftsstelle der Leibniz-Gemeinschaft in Berlin die Frage aufgegriffen, welche Auswirkungen der KDSF auf die aktuelle bibliothekarische Praxis hat. Organisiert vom Helpdesk zur Einführung des Kerndatensatz Forschung und der DINI AG Forschungsinformationssysteme haben mehr als 60 Vertreterinnen und Vertretern aus unterschiedlichen Hochschulen und Forschungseinrichtungen über die (potentielle) Rolle der Bibliotheken in der institutionellen Implementierung des KDSF diskutiert, sich ausgetauscht und Lösungsansätze vorgestellt.

Im Mittelpunkt standen die Fragen, welche Auswirkungen der KDSF auf die bibliothekarische Praxis hat, welche organisatorischen und technischen Herausforderungen sich für die Bibliotheken bei der Implementierung ergeben und welche diesbezüglichen Strategien und Best-Practices an verschiedenen Einrichtungen bereits zur Anwendung kommen. Neben verschiedenen Vorträgen gab es für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch die Gelegenheit, sich an thematischen Tischen mit Vertreterinnen und Vertretern des Helpdesks und der DINI-AG zu unterschiedlichen Aspekten des KDSF detaillierter auszutauschen und Fragen zu stellen.

Weiterlesen

Programmiertes Scheitern? Zentrale Forschungsinformationssysteme als Herausforderung für die Organisation Universität

Die Einführung von zentralen Forschungsinformationssystemen an Universitäten wird in Deutschland seit einigen Jahren verstärkt betrieben. Die Organisation eines solchen Projektes, das gleichermaßen Aspekte der IT und der Organisationsentwicklung umfasst, weist besondere Herausforderungen für alle Beteiligten auf. Anhand von Projekten aus drei unterschiedlichen Entwicklungsstadien wird versucht zu ergründen, unter welchen Voraussetzungen diese Projekte an einer Hochschule erfolgreich betrieben werden können.

Vor diesem Hintergrund werden im Rahmen der Jahrestagung des Netzwerk Wissenschaftsmanagement, die am 17. und 18.11.2016 in Leipzig stattfindet, im Forum „Programmiertes Scheitern? Zentrale Forschungsinformationssysteme als Herausforderung für die Organisation Universität“ u.a. folgende Fragen beleuchtet:

  • Welche Strategien in der Projektsteuerung waren erfolgreich?
  • Wie sahen/sehen typische Konflikte aus? Wie geht man mit nicht lösbaren Konflikten um?
  • Welche Randbedingungen erleichtern die Einführung eines Forschungsinformationssystems?

Referenten:
Dr. Reingis Hauck, Dezernentin an der Universität Hannover
Dr. Sebastian Herwig, Abteilungsleiter für Forschungsinformationen und Forschungsberichterstattung an der Universität Münster
Moderation:
Dr. Thomas Horstmann, Dezernent für Forschungs- und Transferservice an der Universität Leipzig

[SAVE-THE-DATE] Workshop „Der Kerndatensatz Forschung – und nun? Nutzen, Grenzen und Umsetzungsstrategien des Kerndatensatz Forschung und von Forschungsinformationssystemen“

Wann?
20. und 21.02.2017

Wo?
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin

Programm und weitere Informationen
http://dini.de/veranstaltungen/workshops/kerndatensatz-forschung/

Zielgruppe
Verantwortliche und Nutzer von Forschungsinformationen und Forschungsinformationssystemen, Beauftragte zur Umsetzung des Kerndatensatz Forschung, Forschungsreferent(inn)en, Hochschulplaner, Verantwortliche in Bibliotheken und Rechenzentren, Vertreterinnen von Bundes- und Landesministerien und Forschungsförderern

Hintergrund
Hochschulen und Forschungseinrichtungen sehen sich zunehmend vor der Herausforderung, Auskunftsfähigkeit über Forschungsleistungen her- und nachhaltig sicherzustellen. Dafür werden vielerorts Forschungsinformationssysteme betrieben, eingeführt oder zumindest geplant. So unterschiedlich die Ansprüche und Ausgangssituationen dabei sind, so verschieden sind auch die Umsetzungsansätze.

Vor ca. fünf Jahren fand zu diesem Themenkomplex ein Auftaktworkshop in Karlsruhe statt. Nicht zuletzt mit der Veröffentlichung der Spezifikation des Kerndatensatz Forschung (KDSF) haben sich auf diesem Gebiet zwischenzeitlich zahlreiche Neuerungen ergeben. Dies bietet Anlass für eine erneute Standortbestimmung.

Daher werden im Rahmen eines zweitägigen Workshops insbesondere Herausforderungen und Potenziale des KDSF für die Forschungsberichterstattung beleuchtet. Der Workshop widmet sich einerseits wissenschaftspolitischen Fragestellungen. Andererseits greift er praktische Aspekte und Herausforderungen der Umsetzung des Kerndatensatz Forschung sowie der Einführung und des Betriebs von Forschungsinformationssystemen auf und bietet ein Forum für einen unmittelbaren Informations- und Erfahrungsaustausch.

Veranstalter
DINI AG Forschungsinformationssysteme | Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW)