Archiv des Autors: Eiken Friedrichsen

Über Eiken Friedrichsen

Referentin für das Forschungsinformationssystem an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (http://www.fis.uni-kiel.de/de)

Pure – ein Steckbrief

Eckdaten

Das Forschungsinformationssystem Pure ist ein modulares System, das von der dänischen Firma Atira entwickelt wurde. Seit 2012 gehört es zur Produktpalette des Elsevier-Konzerns im Bereich Research Intelligence Solutions.

Pure ist z.B. für die Erfassung von Publikationen, Anträgen, Bewilligungen und Projekten sowie Forschungsdaten, Presse- und Medienberichten, Auszeichnungen und Aktivitäten (wie Gremienarbeit, Tagungsteilnahmen usw.) geeignet. Mit Hilfe des Berichtsmoduls können verschiedene Abfragen erstellt und gespeichert werden, ohne dass dafür Programmierkenntnisse erforderlich wären; mögliche Ausgabeformate sind z.B. xls, docx und html. Schnittstellen, wie z.B. Webservices und OAI-PMH, ermöglichen die Weitergabe der Pure-Daten. Darüber hinaus gibt es auch Portallösungen für die Außendarstellung im WWW.

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Workshop „Kerndatensatz Forschung“: Tag 1

Der erste Vormittag war geprägt von zwei Richtungen der Diskussion: Zum einen wurde diskutiert, ob (intendiert oder nicht) Wertungen mit dem KDSF verbunden sind und welche Folgen sich daraus ergeben. Weiterhin ging es um die Fragen nach Datenautonomie und Transparenz sowie ihr Verhältnis zueinander.
Zum anderen war die Zukunft des KDSF Thema, seine Implementierung und Weiterentwicklung: Erfreulich war zu hören, dass der geplante Helpdesk am DZHW eingerichtet ist. Finanziert von der GWK soll hier Hilfestellung zur Interpretation geleistet und bei der Formulierung von Abfragen unterstützt werden. Außerdem gehören die Dokumentation von Fällen und Lösungen und die Förderung der Vernetzung zu den Aufgaben, nicht aber die Beratung bei FIS-Einführung. Zentraler Diskussionspunkt war die Freiwilligkeit der Einführung des KDSF – sowohl auf Seiten von Datennehmern als auch -gebern: Die Frage blieb offen, wer den entscheidenden ersten Schritt macht, um die Umsetzung des KDSF in die Fläche zu tragen.

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Werkstattbericht: FIS-Einführung an der CAU – Ein erster Blick durch den Türspalt

Das seit Herbst 2015 vollständige, dreiköpfige Projektteam kümmert sich um die praktische Umsetzung der FIS-Einführung. Vorangegangen war 2014 ein entsprechender Präsidiumsbeschluss sowie die Entscheidung für die Software Pure.

Wie im Positionspapier beschrieben ist auch unser FIS-Projekt eines
•    dessen „Zahl und Diversität der Stakeholder […] teils erhebliche Komplexität in der Kommunikation“ mit sich bringt,
•    bei dessen Umsetzung sich „schon die Stammdaten zu Personal und Organisation als problematisch“ erweisen können
•    und dessen vorgesehene Quellsysteme „selten über Schnittstellen koppelbar“  sind (alle Zitate aus Ebert, Barbara et al. (2015): Forschungsinformationssysteme in Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Positionspapier. Zenodo. 10.5281/zenodo.14828, S. 12, 30, 9, 11).

Eine gewisse Besonderheit sind die vielen aktuellen Entwicklungen an der CAU:
•    die Einführung eines Campus Management Systems läuft,
•    im Rahmen eines Projekts wurde eine Virtuelle Forschungsumgebung aufgebaut,
•    eine Leitlinie zum Forschungsdatenmanagement ist erlassen,
•    in der zentralen Verwaltung wird die Einführung einer elektronischen Drittmittelakte angestrebt und
•    die Universitätsbibliothek erwägt eine Neuordnung ihres Projekts Hochschulbibliographie
– um nur einige Beispiele zu nennen.

Diese Dynamik stellt das FIS-Projekt einerseits vor große Herausforderungen: Die ständig neuen Konstellationen von Bedarfen und Möglichkeiten müssen kontinuierlich berücksichtigt, die Projektziele ggf. spezifiziert und der Zeitplan angepasst werden.
Gleichzeitig entspringt aus der Dynamik jedoch ein besonderes, für das FIS-Projekt sehr vorteilhaftes Veränderungspotenzial: Da man auf allen Seiten an neuen nachhaltigen Lösungen arbeitet, ist die Bereitschaft zur Zusammenarbeit im Allgemeinen sehr hoch. So konnte das FIS-Projekt z.B. im Bereich Abbildung der Organisationen von den für das Campus Management System geleisteten Vorarbeiten profitieren. Im Rahmen der angestrebten Einführung einer elektronischen Drittmittelakte wurde eine AG Metadaten ins Leben gerufen, um gemeinschaftlich mit allen Beteiligten zu erarbeiten, welche Informationen über Projekte zukünftig wo und durch wen erfasst werden könnten.
Und nicht nur weil das FIS-Projekt so sehr von den Vorarbeiten und der Zusammenarbeit mit allen Kolleginnen und Kollegen profitiert, freuen wir uns darauf, dass hoffentlich zukünftig auch das FIS-Projekt anderen die Arbeit erleichtern und vielleicht sogar einen Ansatzpunkt für neue Wege bieten kann.

Mehr Informationen auf der Webseite des FIS-Projekts der CAU, unter https://www.fis.uni-kiel.de/de.