Archiv des Autors: Johanna Dämmrich

Über Johanna Dämmrich

Referentin für Berichtswesen und Statistik bei der Leibniz-Gemeinschaft und Mitglied der DINI AG FIS.

Fünf Jahre Kerndatensatz Forschung im deutschen Wissenschaftssystem – Umsetzung, Entwicklungen und Perspektiven

Am 9. und 10. November 2020 organisieren das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung und die DINI-Arbeitsgruppe „Forschungsinformationssysteme“ eine öffentlichen Veranstaltung zum Thema Kerndatensatz Forschung. Mit der Veranstaltung werden nunmehr fünf Jahre Kerndatensatz Forschung zum Anlass genommen, um über dessen Umsetzung, dabei gemachte Erfahrungen sowie Entwicklungen und Perspektiven zu sprechen und sich auszutauschen. Damit richtet sich die Veranstaltung an Nutzer*innen von Forschungsinformationen und Forschungsinformationssystemen, Beauftragte zur Umsetzung des Kerndatensatz Forschung, Forschungsreferent*innen, Verantwortliche in Bibliotheken und Rechenzentren sowie Vertreter*innen von Bundes- und Landesministerien und Forschungsförderern.

Die Veranstaltung beschäftigt sich mit dem Stand und den Prozessen der Einführung im deutschen Wissenschaftssystem, beleuchtet aktuelle Entwicklungen rund um die Erhebung und Verarbeitung von Daten, bietet Raum zur Diskussion von Chancen und Grenzen der Nutzbarkeit des Kerndatensatz Forschung für bestehende Informationsbedarfe und Berichtszwecke und setzt sich mit zukünftigen Entwicklungen rund um den Standard auseinander.

Weitere Informationen finden sich zeitnah auf der DINI-Seite.

Die Open-Access-Tage 2019

Die OA-Tage 2019

Vom 30. September bis 2. Oktober nahmen mehr als 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Open-Access-Tagen 2019 in Hannover teil. Die OA-Tage wurden dieses Jahr von der Leibniz Universität Hannover (LUH), der Technischen Informationsbibliothek (TIB) und der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek (GWLB) organisiert und bilden die jährliche zentrale Plattform für die stetig wachsende Open-Access- und Open-Science-Community aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

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Die Geschäftsstelle der Leibniz-Gemeinschaft sucht ein neues Informationssystem zur Datenerfassung und Berichterstattung

Die Geschäftsstelle der Leibniz-Gemeinschaft veröffentlichte am 14.12.2018 eine Ausschreibung für ein neues Informationssystem zur Datenerfassung und Berichterstattung sowie der anschließenden Datenpflege und Support. Insbesondere soll eine umfangreiche jährliche Datenabfrage bei den 93 Leibniz-Einrichtungen mit Hilfe des neuen Systems durchgeführt werden, deren Ergebnisse unter Anderem für die Erstellung des Berichts zum Stand der Umsetzung des Paktes für Forschung und Innovation verwendet werden sollen.

Das neue System soll die Dateneingabe und –prüfung erleichtern, indem es neben Plausibilitätsprüfungen und Workflows Schnittstellen zu Excel und ggf. zu anderen Programmen wie Forschungsinformationssystemen herstellt, um den Datenaustausch so weit wie möglich zu automatisieren. Weiterhin soll ein integriertes Berichtssystem zur zentralen und dezentralen Auswertung von Daten geschaffen werden, das die Daten vielseitig verfügbar macht. Zentrale Mehrwerte durch den Gebrauch von (Forschungs-)Informationssysteme sollen so geschaffen werden (siehe bspw. das Positionspapier der DINI AG FIS: Forschungsinformationssysteme in Hochschulen und Forschungseinrichtungen).
Der Ablauf der Teilnahmefrist ist am 20.01.2019, 18 Uhr. Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.service.bund.de/IMPORTE/Ausschreibungen/editor/Wissenschaftsgemeinschaft-Gottfried-Wilhelm-Leibniz-e-V/2018/12/2705880.html

FACTScience – ein flexibles System für Fortgeschrittene

Im Anschluss an eine Evaluierung im Jahr 2008 wurde am Leibniz Institut für Alternsforschung – Fritz Lipmann Institut e.V. (FLI) nach einer Datenbanklösung für die nächste Evaluierung gesucht. In dieser Zeit gab es nur wenige Anbieter und die Entscheidung fiel auf das Forschungsinformationssystem FACTScience, da das Programm eine hohe Flexibilität bietet, individuelle Anpassungen und die Erstellung der Evaluierungsunterlagen nach den Kriterien der Leibniz Gemeinschaft ermöglicht sowie zu diesem Zeitpunkt bereits in zwei Leibniz-Instituten verwendet wurde. 2012 wurde das Programm FACTScience dann in Betrieb genommen.

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Die Open-Source-Software GRIS von GESIS

Allgemein

Als Eigenentwicklung des Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften (GESIS) gestartet, wird das  Forschungsinformationssystem GRIS dort seit 2014 eingesetzt. GRIS ist eine Open-Source-Software, die als Selbstmeldesystem innerhalb eines Instituts zahlreiche, für das Berichtswesen relevante Forschungsoutputs sammelt und diese in unterschiedlichen Berichtsformaten darstellen kann. Im Gegensatz zur zentralen Erfassung werden bei einem Selbstmeldesystem die jeweiligen Daten direkt von den Wissenschaftler/innen in das System eingetragen.

Aufgrund der gestiegenen Nachfrage von Stakeholdern nach Forschungsindikatoren (in unterschiedlichem Detailgrad bei dezentralisierter Informationssammlung) wurde in GESIS der Wunsch nach einem integrierten Forschungsinformationssystem laut. Der ebenfalls gestiegene Bedarf nach einer automatisierten Darstellung des Forschungsoutputs im GESIS-Web gab zusätzlich Anstoß, ein auf die Institutsbedürfnisse von GESIS zugeschnittenes Informationssystem zu schaffen.

Diese Bedarfe sind keineswegs ein Alleinstellungsmerkmal von GESIS, sondern werden von vielen Instituten der Leibniz-Gemeinschaft geteilt. Nach einer einjährigen Sondierungsphase in den Leibniz-Instituten konnte eine gemeinsame Weiterentwicklung von GRIS in die Wege geleitet werden.

Seit Anfang 2018 existiert eine – zunächst einjährige – Kooperation mit drei weiteren Leibniz-Instituten, um die Software gemeinsam weiterzuentwickeln. Im Fokus stehen dabei neben der fächerübergreifenden Einsetzbarkeit vor allem die unkomplizierte Datenmigration und die Unterstützung des jeweiligen Berichtswesens mit den Schwerpunkten Kerndatensatz Forschung und Leibniz-Datenabfrage zum Pakt-Monitoring. Bisher sind als Kooperationspartner das Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK), das Leibniz-Institut für Bildungsverläufe e.V. (LIfBi) sowie das RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung e.V. an der Weiterentwicklung von GRIS beteiligt. Die Kooperation besteht aus finanzieller und/oder personeller Beteiligung am Projekt und richtet sich flexibel am jeweiligen Kernhaushalt aus, was die Teilnahme auch für kleinere Institute ohne großes Budget interessant macht.

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