Fünf Jahre Kerndatensatz Forschung im deutschen Wissenschaftssystem – Umsetzung, Entwicklungen und Perspektiven

Am 9. und 10. November 2020 organisieren das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung und die DINI-Arbeitsgruppe „Forschungsinformationssysteme“ eine öffentlichen Veranstaltung zum Thema Kerndatensatz Forschung. Mit der Veranstaltung werden nunmehr fünf Jahre Kerndatensatz Forschung zum Anlass genommen, um über dessen Umsetzung, dabei gemachte Erfahrungen sowie Entwicklungen und Perspektiven zu sprechen und sich auszutauschen. Damit richtet sich die Veranstaltung an Nutzer*innen von Forschungsinformationen und Forschungsinformationssystemen, Beauftragte zur Umsetzung des Kerndatensatz Forschung, Forschungsreferent*innen, Verantwortliche in Bibliotheken und Rechenzentren sowie Vertreter*innen von Bundes- und Landesministerien und Forschungsförderern.

Die Veranstaltung beschäftigt sich mit dem Stand und den Prozessen der Einführung im deutschen Wissenschaftssystem, beleuchtet aktuelle Entwicklungen rund um die Erhebung und Verarbeitung von Daten, bietet Raum zur Diskussion von Chancen und Grenzen der Nutzbarkeit des Kerndatensatz Forschung für bestehende Informationsbedarfe und Berichtszwecke und setzt sich mit zukünftigen Entwicklungen rund um den Standard auseinander.

Weitere Informationen finden sich zeitnah auf der DINI-Seite.

Gemeinschaftslösung: Das Forschungssegment von HISinOne

HISinOne

In der deutschen Systemlandschaft gibt es seit 2019 eine neue Lösung für das Management von Forschungsinformationen – das Forschungssegment von HISinOne. Zielgruppe für den Einsatz dieses Produkts sind Hochschulen.

Der Anbieter des Produkts, die Hochschul-Informations-System eG (HIS), ist ein genossenschaftlich organisiertes Softwareunternehmen der Hochschulen und entwickelt Produkte für seine Mitglieder (derzeit rund 200 Hochschulen aus Deutschland). Zu den Vorgängern des Produkts gehört u.a. HIS-LSF (Lehre – Studium – Forschung), mit dem einige Hochschulen bereits Forschungsinformationen verwalten.

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Die Open-Access-Tage 2019

Die OA-Tage 2019

Vom 30. September bis 2. Oktober nahmen mehr als 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Open-Access-Tagen 2019 in Hannover teil. Die OA-Tage wurden dieses Jahr von der Leibniz Universität Hannover (LUH), der Technischen Informationsbibliothek (TIB) und der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek (GWLB) organisiert und bilden die jährliche zentrale Plattform für die stetig wachsende Open-Access- und Open-Science-Community aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

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Schritt für Schritt ins Paradies – Das Leipzig University Research Information System (leuris)

Das an der Universität Leipzig geplante Forschungsinformationssystem soll Forschungsinformationen aus bestehenden, noch zu beschaffenden oder zu entwickelnden Fachsystemen verarbeiten und ausgeben. Die Universität Leipzig setzt dabei nicht auf ein allumfassendes Einzelprodukt, sondern auf die Verbindung verschiedener Module.

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Neue berufliche Rollen? Kompetenz- und Aufgabenprofile in der IT- gestützten Forschungsberichterstattung – Forschungsprojekt BERTI startet am DZHW

An der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Verwaltung spannt sich das breite Aufgabenfeld von ForschungsreferentInnen und WissenschaftsmanagerInnen auf. Es reicht von der Antragsberatung für Fördermittel und Careerservice über die Betreuung von Graduiertenschulen bis hin zum Qualitätsmanagement sowie Wissens- und Technologietransfer. Bestandteil dieses Tätigkeitsspektrums sind auch die Forschungsdokumentation sowie die Erfassung und Analyse von Forschungsleistungen.

Heterogene Berichtsanlässe, ein wachsender sowie zunehmend ausdifferenzierter Kreis an Datennachfragern und die engere Einbindung von Forschungsinformationen in strategische Entscheidungsprozesse für den organisationsinternen Steuerungsbedarf lassen die Nutzung komplexer technischer Lösungen und Informationssysteme sinnvoll erscheinen. Damit erlangt das Tätigkeitsprofil der Forschungsberichterstattung neue Qualitäten: Die Digitalisierung hält Einzug und verändert nachhaltig Arbeitsprozesse und Abläufe sowie Stellenprofile.

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euroCRIS Membership Meeting vom 18.-20.11.2019 in Münster

Das zweite diesjährige euroCRIS Membership Meeting wird vom 18.-20.11.2019 in Münster stattfinden. Merken Sie sich den Termin gern vor. Weitere Informationen hierzu finden sie auch künftig unter: http://eurocris.wwu.de.

Über die Membership Meetings

Ganz entgegen der Bezeichnung richten sich die zweimal pro Jahr stattfinden „Membership Meetings“ nicht exklusiv an Mitglieder von euroCRIS, sondern sind offen für alle Interessierten rund um Themen wie Forschungsinformationen, Forschungsberichterstattung und Forschungsinformationssysteme (FIS). Die Membership Meetings finden wechselnd in unterschiedlichen europäischen Ländern statt. Traditionell werden die Aktivitäten im Gastgeberland stärker in den Fokus gerückt und durch Berichte zu internationalen Entwicklungen ergänzt. Auf diese Weise sollen der Austausch wie die Zusammenarbeit innerhalb der nationalen, europäischen und internationalen FIS-Community gefördert werden.

Über euroCRIS

euroCRIS ist eine internationale Vereinigung, die Experten und Interessierte rund um den Bereich Forschungsinformationen und Forschungsinformationssysteme (FIS/CRIS) zusammenbringt. Das wesentliche Anliegen von euroCRIS ist die Förderung der Zusammenarbeit und des Wissensaustauschs innerhalb der internationalen FIS-Community sowie der Standardisierung von Forschungsinformationen. Hierzu entwickelt euroCRIS bspw. das gemeinsame europäische Forschungsinformationsformat CERIF. Mehr über euroCRIS finden Sie unter: https://www.eurocris.org/

Converis – das kommerzielle Forschungsinformationssystem zum selber bauen

Warum ein FIS an der Universität Münster (WWU)?

Es ist nun mittlerweile mehr als 10 Jahre her, dass an der WWU die Überlegungen gereift sind: Wir brauchen ein Forschungsinformationssystem (FIS). Ende 2008 wurde ein entsprechendes Einführungsprojekt ins Leben gerufen mit dem Ziel, Informationen über die vielfältigen Forschungsaktivitäten und -ergebnisse an einer Stelle verfügbar und sowohl für die interne wie externe Berichterstattung als auch die Außendarstellung zugänglich zu machen. Ferner sollte die mehrfache Erhebung von Forschungsinformationen vermieden und hierzu – wenn möglich – auf bestehende Prozesse, bei denen benötigte Daten anfallen, aufgesetzt werden. Diese doch grundlegenden Ziele wurden zunächst in konkrete Anforderungen heruntergebrochen und in eine fachliche Konzeption überführt. Detaillierte Informationen hierzu finden Sie in der einen oder anderen Veröffentlichung, etwa hier, hier und hier. Die fachliche Konzeption war die Grundlage für die weiteren Auswahlentscheidungen. Gegen eine Individualentwicklung und für eine kommerzielle FIS-Lösung haben allen voran der hohe initiale Entwicklungsaufwand und die Herausforderungen der nachhaltigen Sicherung des Entwicklungs-Know-Hows gesprochen. Gewissermaßen als Kompromiss aus Individualentwicklung und kommerziellem System ist die Auswahl letztlich auf Converis gefallen.

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VIVO – mit Open Source und Linked Data zu verschiedenen Zielen

Die community-gestützte Open-Source-Software VIVO gibt es seit etwa 15 Jahren. Ursprünglich wurde sie an der Cornell University entwickelt. Über die Zeit hat sich ein großes Netzwerk von VIVO-einsetzenden Institutionen entwickelt. Weltweit sind zur Zeit 165 Anwender registriert – wobei dort längst nicht alle aktiven VIVO-Implementierungen erfasst sind. Das Open Science Lab der Technischen Informationsbibliothek ist seit 2013 aktiv in der VIVO-Community mit dem Ziel, „dezentrale, offene, web-basierte Infrastruktur für Forschungsinformationen als Inspiration für bessere fachliche Kommunikation und Kollaboration“ zu erforschen. VIVO wurde seitdem in verschiedenen Projekten eingesetzt. Seit 2017 hat die TIB eine öffentlich zugängliche VIVO-Installation, die seitdem kontinuierlich weiterentwickelt wird. Ebenfalls seit 2017 ist die die TIB Mitglied bei der VIVO-Dachorganisation Duraspace und engagiert sich in vielfältiger Weise in der Weiterentwicklung der Software, der Ontologie und der Community. [1]

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„Forschungsinformationssystem“ beim diesjährigen Bibliothekskongress

In diesem Jahr findet der 7. Bibliotheks Kongress in Leipzig statt, der zugleich der 108. Deutsche Bibliothekartag ist. Die Veranstaltungsformate variieren von “klassischen” Vorträgen über Fishbolws bis hin zu interaktive Hands-On Labs. Dabei werden alle denkbaren Themen für öffentliche als auch wissenschaftliche Bibliotheken angesprochen. Parallel findet eine Messe statt, bei der sich viele Aussteller zu den verschiedensten Themen präsentieren. Darüber hinaus ist es eine tolle Gelegenheit, mit bekannten und neuen Leuten ins Gespräch zu kommen.

Aus Sicht der DINI AG-FIS gibt es einige lohnenswerte Veranstaltungen, z.B. zu den Themen Autorenidentifikation, Forschenden-Profile, Hochschulbibliographien und Metriken. Die folgende Liste soll als Hilfe für FIS-Interessierte dienen und ist sicher nicht vollständig, da das Thema Forschungsinformationssysteme in der Bibliothekswelt viele Berührungspunkte hat. Weitere Hinweise gern in den Kommentaren geben und ich übernehme sie in die Liste.

Viel Spaß in Leipzig!
Vielleicht sieht man sich.

Daniel Beucke – SUB Göttingen

Montag, 18.03.

Aus der Session “Mit Zahlen steuern” (09:00 – 11:30 Saal 4):

09:30 – 10:00 Saal 4
Traditionell oder alternativ: Wie Forschende Metriken nutzen, verstehen und selbst anwenden
Astrid Orth (Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen)

10:30 – 11:00 Saal 4
„Im Wikiversum wirken.“ Zitation digitaler Quellen in der Wikipedia erleichtern und den Impact bibliothekarischer Repositorien messen
Lars Müller (Leibniz Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, Berlin)

 

Aus der Session “Identifikatoren in Katalogen” (14:15 – 15:45 Saal 4):

14:15 – 14:45 Saal 4
ORCID DE: Positionen zur Entwicklung und Zukunft der Autorenidentifikation in Deutschland Paul Vierkant (Helmholtz Gemeinschaft, Potsdam)

 

Die öffentliche Arbeitssitzung “Hochschulbibliotheken im Spannungsfeld zwischen Innovation und Kerngeschäft (16:00 – 18:00 Vortragsraum 11):

u.a.:

  • Erkennen und Konsequenzen aus Predatory Publishing für Hochschulbibliographien
    Friederike Borchert (Technische Hochschule, Wildau)
  • Zwei Fliegen mit einer Klappe: Hochschulbibliografie und Forschungsmonitoring der Hochschule verbinden. Ein Projekt an der Technischen Hochschule Köln #
    Kerstin Klein (Technische Hochschule Köln)

Dienstag, 19.03.

Aus der Session “Open Access Umsetzen” (09:00 – 10:30 Vortragsraum 12)

09:30 – 10:00 Vortragsraum 12
Höhen und Tiefen beim Aufbau einer Hochschulbibliographie – Ein Praxisbericht
Daniel Beucke (Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen)

10:00 – 10:30 Vortragsraum 12
Open-Access-Monitoring mit Hilfe von Hochschulbibliographien und der Anbindung an Forschungsinformationssysteme
Thomas Scheffler (Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek, Jena)

Mittwoch, 20.03.

Hands-On Lab digital “Der Mensch im Mittelpunkt – und was kommt drumherum?” (09:00 – 11:00 Beratungsraum 3)

Daniel Beucke (SUB Göttingen), Astrid Orth (SUB Göttingen), Ben McLeish (Altmetric, LLP, London)

Die Geschäftsstelle der Leibniz-Gemeinschaft sucht ein neues Informationssystem zur Datenerfassung und Berichterstattung

Die Geschäftsstelle der Leibniz-Gemeinschaft veröffentlichte am 14.12.2018 eine Ausschreibung für ein neues Informationssystem zur Datenerfassung und Berichterstattung sowie der anschließenden Datenpflege und Support. Insbesondere soll eine umfangreiche jährliche Datenabfrage bei den 93 Leibniz-Einrichtungen mit Hilfe des neuen Systems durchgeführt werden, deren Ergebnisse unter Anderem für die Erstellung des Berichts zum Stand der Umsetzung des Paktes für Forschung und Innovation verwendet werden sollen.

Das neue System soll die Dateneingabe und –prüfung erleichtern, indem es neben Plausibilitätsprüfungen und Workflows Schnittstellen zu Excel und ggf. zu anderen Programmen wie Forschungsinformationssystemen herstellt, um den Datenaustausch so weit wie möglich zu automatisieren. Weiterhin soll ein integriertes Berichtssystem zur zentralen und dezentralen Auswertung von Daten geschaffen werden, das die Daten vielseitig verfügbar macht. Zentrale Mehrwerte durch den Gebrauch von (Forschungs-)Informationssysteme sollen so geschaffen werden (siehe bspw. das Positionspapier der DINI AG FIS: Forschungsinformationssysteme in Hochschulen und Forschungseinrichtungen).
Der Ablauf der Teilnahmefrist ist am 20.01.2019, 18 Uhr. Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.service.bund.de/IMPORTE/Ausschreibungen/editor/Wissenschaftsgemeinschaft-Gottfried-Wilhelm-Leibniz-e-V/2018/12/2705880.html