Anwendende der FIS-Software „RES“ gründen bundesweite Community

Erfahrungsaustausch und Zusammenarbeit waren Wünsche und Erwartungen der Anwendenden des Forschungsmanagement-Moduls RES der HIS eG, die sich am 17. Februar zur Gründung einer Community per Videokonferenz trafen. Das von CRIS.NRW initiierte Treffen stieß bundesweit auf große Resonanz bei den Anwendenden. Und so freute sich Malte Kramer, Leiter der nordrhein-westfälischen Landesinitiative, am Donnerstagnachmittag 63 Teilnehmende aus insgesamt 40 Einrichtungen aus 8 Bundesländern begrüßen zu dürfen. Die Vorstellungsrunde dauerte aufgrund der großen Beteiligung fast eine Stunde. Viele FIS-Projektkoordinator:innen, aber auch Leiter:innen von Forschungsabteilungen oder Mitarbeitende aus IT-Abteilungen waren vertreten. Dabei waren die Umsetzungsstände der FIS-Systeme in den einzelnen Institutionen durchaus sehr unterschiedlich. Von „Wir haben uns noch nicht abschließend für RES entschieden“ bis hin zu „Wir haben bereits alle KDSF-Bereiche eingeführt“ war alles dabei.

Von Hochschulen für Hochschulen – Schnell war man sich einig, wohin die Reise gehen soll. Eine RES-Community für den Austausch, themenbezogene Arbeiten in Untergruppen, eine Partnerbörse für gemeinsame Vorhaben – im Prinzip eine „Selbsthilfegruppe“ für RES-Anwendende. Dreh- und Angelpunkt soll dabei ein eigens für die Community gestaltetes ILIAS-System werden, welches die Kolleg:innen von CRIS.NRW in den kommenden Wochen zur Verfügung stellen werden. Auch regelmäßige Treffen sollen den aktiven Austausch und die Zusammenarbeit unterstützen. Ob in Form von jährlichen Präsenztreffen, Onlinekonferenzen oder hybriden Szenarien, wird die RES-Community nun erproben.

RES-Community

Die Motivation und die Freude über die Initiative waren zu spüren. Viele Teilnehmende brachten bereits konkrete Anliegen in das Community-Treffen hinein. Von der TYPO3-Schnittstelle, über das zweistufige Antragsverfahren bis zur SAP-Anbindung. Die Liste wurde bereits im ersten Treffen mit vielen Ideen und Bedarfen gefüllt. Es herrschte eine durchweg positive Grundstimmung. Viele Teilnehmende wünschten sich bereits seit langem einen RES-Community-Austausch. Allen voran Kolleg:innen aus Bundesländern wie Niedersachsen oder Brandenburg, in denen Bemühungen in Richtung einer Landesinitiative in der Vergangenheit gescheitert waren. Ebenfalls die, gegenüber den anderen Bundesländern in deutlicher Überzahl vertretenen, Kolleg:innen aus NRW begrüßten den „Blick über den Tellerrand“ als wertvollen Zugewinn, auch wenn innerhalb des Landes bereits grundlegende Strukturen der Netzwerkarbeit etabliert wurden.

Einblicke in ihren FIS-Implementierungsstand boten neben der Landesinitiative CRIS.NRW auch drei Hochschulen. Tanja Surdyk und Patricia Hirtz berichtete vom Prozess der FIS-Einführung an der FH Dortmund und den Herausforderungen, welche eine Zusammenführung von verteilten Systemen zu einer qualitativ hochwertigen Informationssammlung mit sich bringt. Diana Schmidt berichtete von den Herausforderungen, vor denen die HAWK während der RES-Einführung stand sowie von aktuellen Herausforderungen, die sich in Bereichen wie dem Berichtswesen zeigen. Als erstes RES-Einführungsprojekt kann die HAWK inzwischen ein umfangreiches Produktivsystem vorweisen. Besonders die Personendaten hatten sich als eine Herausforderung dargestellt und Diana Schmidt appellierte an die Zuhörenden, diesen Bereich „von Anfang an ordentlich“ zu bearbeiten. Auch das Thema der personellen (Unter-)Ausstattung von FIS-Projekten wurde adressiert. Naira Müller von der Bauhaus-Universität-Weimar berichtete von der gemeinsamen FIS-Einführung an drei thüringischen Hochschulen.

Gemeinsame Anliegen der RES-Community sollen ab sofort gesammelt und diskutiert werden. Die Teilnehmenden möchten sich intensiver zu bestehenden Entwicklungsbedarfen und -ideen austauschen, um diese besser abgestimmt und gebündelt in die Entwicklungsplanung einzubringen. Eine Vertretung der Community-Interessen in den Beraterkreisen der HIS eG kann durch Janina Fengel und Malte Kramer erfolgen. Ein Austausch mit der DINI AG FIS ist über die Beteiligung einzelner AG-Mitglieder an der RES-Community gegeben. Zukünftig soll auch der direkte Austausch mit dem KDSF-Helpdesk etabliert werden.

In der RES-Community mitmachen können alle Vertreter:innen von Hochschulen mit Interesse am Austausch zu HISinOne-RES. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an die folgende Mailadresse: info@cris.nrw

Zitiervorschlag

Mau, Franziska. „Anwendende der FIS-Software „RES“ gründen bundesweite Community.” Blog der DINI AGs FIS & EPUB, 2022. https://doi.org/10.57689/DINI-BLOG.20220221.


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Über Franziska Mau

Franziska koordiniert die Einführung eines Forschungsinformationssystems an der TU Clausthal und ist Mitglied der DINI AG FIS.

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