Die Arbeitsgruppe „Wissenschaftspraxis“ hat das Diskussionspapier „Die Ausweitung der Wissenschaftspraxis des Publizierens unter den Bedingungen des digitalen Wandels“ veröffentlicht

Das Diskussionspapier der Arbeitsgruppe „Wissenschaftspraxis“ beschreibt die Veränderung der grundlegenden Wissenschaftspraktiken durch den digitalen Wandel: Die Dokumentation und Kommunikation von Forschungsprozessen und -ergebnissen in Form wissenschaftlicher Publikationen. Klassische Publikationsformate werden immer häufiger und immer schneller digital verfügbar, auch noch vor ihrer endgültigen Version. Im digitalen Raum verlieren sie jedoch zunehmend ihre Ausschließlichkeit, weil neben sie eine Vielzahl weiterer, auch medial heterogener Publikationsformate tritt.

Das Diskussionspapier ist aus einem Fachgespräch mit Vertreter*innen verschiedener wissenschaftlicher Communities hervorgegangen. Aus einer fächerübergreifenden Perspektive weist es auf die grundlegende Ausweitung der Publikationspraxis und die damit einhergehende Ausdifferenzierung der wissenschaftlichen Publikationsformate hin, die erhebliche Potenziale für die Stärkung und Weiterentwicklung offener Wissenschaft bergen.

Um die Potenziale dieser Entwicklung zu nutzen, bedarf es neuer, ausdifferenzierter Regeln, Konventionen, Standards und Zuständigkeiten sowie der umfangreicheren Unterstützung des derzeit einseitig mit den Herausforderungen dieses Wandels belasteten wissenschaftlichen Personals.

Sie können das Diskussionspapier in deutscher und in englischer Sprache abrufen.

Gerne würden die Mitglieder*innen der Arbeitsgruppe, die Teil der Schwerpunktinitiative „Digitale Information“ der Allianz der Wissenschaftsorganisationen ist, mit der Community, mit Autor*innen und publizierenden Forscher*innen über die Thesen des Papiers ins Gespräch kommen.
Als Diskussionsplattform bietet sich neben der Kommentarfunktion hier im Blog auch der Twitter Feed zum Papier von Mitautor Peer Trilcke an.

Autorin:

Dieser Beitrag ist verfasst von Ulrike Küsters; Research Services & Open Science am Fraunhofer-Informationszentrum Raum und Bau (IRB) in Stuttgart. Sie ist Mitglied der Arbeitsgruppe Wissenschaftspraxis.


Über Ulrike Küsters

Ulrike Küsters hat einen Hintergrund in Geowissenschaften sowie Datenbank- und Webservice-Programmierung. Mit Sitz am Fraunhofer IRB in Stuttgart leitet sie ein Team von Spezialisten, die als interner »Wissensdienstleister« für die gesamte Fraunhofer-Gesellschaft forschungsnahe Dienstleistungen im Kontext Dissemination Management, Forschungsinformationssystem, Publikationsinfrastruktur und für die zentralen Bibliotheksdienste anbieten.

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