Jahresrückblick der DINI AG E-Pub

Ende 2019 sind wir mit dem guten Vorsatz ins Jahr 2020 gestartet, pro Jahr ein „Produkt“ durch die DINI AG Elektronisches Publizieren „herauszubringen“. Wie das mit guten Vorsätzen so ist, kann man sich rückblickend immer eine Ausrede nehmen, denn was war das für ein Jahr 2020? Nein, wir werden das C-Wort weder in den Mund nehmen, noch als Rechtfertigung verwenden. Im Gegenteil, die AG E-Pub hatte entgegen aller Widrigkeiten eines seiner produktivsten Jahre. Das lag am Engagement jedes einzelnen Mitglieds und auch daran, wie wir als eingespieltes Team funktioniert haben ohne uns auch nur einmal in Persona getroffen zu haben. Da der Dezember der Monat der Jahresrückblicke ist, möchten wir nun in Zahlen und Worten kurz auf das von der AG Geleistete zurückschauen.

AG-Alltagsgeschäft

  • Kreis der Sprecher*innen: Eine Sprecherin oder ein Sprecher der AG zu sein, ist eine ehrenhafte, tolle, aber auch arbeitsintensive Aufgabe. Um die Arbeit für jede*n Sprecher*in leistbar zu halten, wurde aus der Trias von Isabella (Meinecke), Thomas (Severiens) und Paul (Vierkant) ein Quartett, das um Daniel (Beucke) bereichert wurde. Die Entscheidung für einen Vierer-Sprecherkreis war rückblickend wegweisend für die Kraft, die aus der Mitte unserer AG kommt.
  • Frühjahrs- und Herbstklausur: Im April hat die AG in der erstmals virtuell stattfindenden Frühjahrsklausur an zwei Tagen in zwei parallel laufenden Sprints an zwei zentralen Produkten kollaborativ gearbeitet. Es wurden einerseits die Spezifikationen für den DINI-OAI-Validator erarbeitet und andererseits die Grundlage für das „Positionspapier Rechteangaben in Metadaten“ gelegt. Wir waren von uns selbst überrascht, wie produktiv wir über Deutschland verteilt zusammen „sprinten“ können.

Outreach-Kram

Publikationen, Webseiten und Zwitschern

  • Wenn alles klappt, dann wird aus dem DFG-Projekt *metrics noch dieses Jahr die Empfehlung veröffentlicht: “MEasuring The Reliability and perceptions of Indicators for interactions with sCientific productS“
  • Das bereits erwähnte „Positionspapier Rechteangaben in Metadaten“ wurde nach dem aufwärmenden Sprint im Frühling in einer Art Marathon durch eine Unterarbeitsgruppe bis ins Ziel gebracht. Grandios!
  • Hin und wieder ist Webseiten-Hausputz nötig und deshalb haben wir sämtliche Webseiten der AG überarbeitet und gleich nochmal unser Selbstverständnis geschärft. Nun sind wir wieder „cutting edge“!
  • Weil wir als AG auch in wichtigen nationalen Fragen des Elektronischen Publizierens unseren Mund nicht halten können, haben wir den Kerndatensatz Forschung kommentiert und gemeinsam mit den DINI AGs FIS und KIM eifrig diskutiert. Wir werden auch in Zukunft unseren fachlichen Senf dazugeben.

DINI-Zertifikat

  • Das DINI-Zertifikat für Open-Access-Publikationsdienste 2019 wurde ins Englische übersetzt um diesen wichtigen Standard für wissenschaftliche Informationsinfrastrukturen international weiter bekannt zu machen.
  • Beim Thema Internationalisierung gehen wir einen historischen Schritt und haben auf Initiative österreichischer Kolleg*innen intensive Diskussionen geführt, die dazu führen sollen, dass auch österreichische Publikationsdienste mit der nächsten Zertifikatsversion das DINI-Zertifikat erlangen können. Wir freuen uns auf die internationale Zusammenarbeit!!!
  • In 2020 wurden HENRYPUBRefubium und KOPS mal eben erfolgreich begutachtet. Vier weitere Begutachtungsverfahren laufen.
  • Der GBV ist DINI-Ready 2019 und zwei weitere Hosting-Dienste befindet sich dafür in Begutachtung. Läuft bei uns.

Und nochmal Produkte…

  • Achso, und als wäre das oben genannte nicht genug, haben wir die alte, manuell gepflegte DINI-Repositorienliste durch eine neue Liste der Publikationsdienste ersetzt. Der Clou dabei ist, dass sie sich automatisiert aus den Daten der in BASE gemeldeten Publikationsdienste speist. Hier machen wir vor, wie Nachhaltigkeit, Vernetzung und Automation ineinander greifen können und somit der Community eine übersichtliche, tagesaktuelle und vertrauenswürdige Liste an Publikationsdiensten bereitgestellt werden kann. Auch hier haben wir geliefert.
  • Die oben genannten Spezifikationen des DINI OAI-Validators waren ein gutes Stück Arbeit, dass die Voraussetzung für die Umsetzung im nächsten Jahr ist. Die Erarbeitung der Spezifikationen stehen stellvertretend für alle der oben genannten Prozesse der Professionalisierung unserer AG-Arbeit, deren Früchte wir jetzt schon sehen und im nächsten Jahr ernten könnten.

Apropos 2021

  • Wir gehen den Weg der Internationalisierung weiter und bringen das DINI-Zertifikat auf die globale Bühne des PIDapalooza-Festivals 2021. Holt euch Tickets für diese Party und seid dabei.
  • Wir werden den DINI-OAI-Validator auf Basis der erarbeiteten Spezifikationen umgesetzt sehen. Bleibt gespannt, wir berichten hier im Blog darüber.
  • Wir planen virtuelle Gutachter*innen-Treffen und weitere spannende Events.
  • Nach dem DINI-Zertifikat ist vor dem DINI-Zertifikat, wisst’er Bescheid

Wir möchten jeder und jedem Einzelnen der DINI AG E-Pub für euren unermüdlichen Kampf für Open Access, Open Science und das Gute im Elektronischen Publizieren im Jahr 2020 danken. Jede*r Einzelne hat großartiges geleistet und das trotz allem. Wir haben gezeigt, dass wir mehr als nur die Summe unserer AG sind, wir sind DINI!

Isabella, Daniel, Paul und Thomas
Eure Sprecherin und Sprecher der DINI AG E-Pub

PS: Siehste, das war der Beweis, dass ein Jahresrückblick ohne Corona-Erwähnung geht


Über Paul Vierkant

Paul is DataCite's outreach manager contributing to the DFG-funded projects re3data COREF and ORCID DE. Prior to DataCite Paul worked for the Helmholtz Open Science Office and different universities where he was involved in building publication and data repositories. As a dedicated Open Science advocate Paul strives to spread the idea of openness in scholarly communication (e.g. being a member of the DINI Electronic Publishing Working Group).

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