Auch 2016: Unterstützung durch den Open-Access-Publikationsfonds der Leibniz Universität Hannover

Seit 2013 bietet die Leibniz Universität Hannover ihren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern Unterstützung beim Veröffentlichen in Open-Access-Zeitschriften durch einen Publikationsfonds. Aus dessen Mitteln können unter bestimmten Bedingungen die bei vielen Zeitschriften anfallenden Publikationsgebühren (article processing charges, APCs) übernommen werden. Der Fonds wurde mit finanzieller Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eingerichtet. Nachdem der Förderantrag für 2016 von der DFG abgelehnt wurde, wird der Fonds in diesem Jahr zur Gänze aus Mitteln der Leibniz Universität finanziert und wie bisher von der TIB verwaltet. 

Die Förderkriterien wurden zum neuen Jahr überarbeitet und klarer gefasst. Folgende Änderungen oder Neuerungen sind zu beachten:

  • Die Zeitschrift, bei der der Beitrag eingereicht wird, soll im Directory of Open Access Journals gelistet sein.
  • Aus dem Publikationsfonds geförderte Artikel müssen nach Erscheinen parallel im Institutionellen Repositorium der Leibniz Universität Hannover veröffentlicht werden. Falls der Artikel nicht unter einer Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht wird, ist eine Zweitveröffentlichungserlaubnis vom Verlag vorzulegen, bevor die Rechnung beglichen werden kann. Für Artikel unter Creative-Commons-Lizenzen übernehmen wir gerne die Veröffentlichung im Repositorium.
  • Es können nur die reinen APCs, nicht aber eventuelle Zusatzkosten für schnelle Begutachtung, Überlänge oder ähnliches übernommen werden.

Mit dem Open-Access-Verlag Copernicus wurde eine Vereinbarung getroffen, dass Publikationsgebühren nicht mehr einzeln über die Autorinnen und Autoren, sondern zentral mit der TIB abgerechnet werden, was für alle Beteiligten einen verringerten Aufwand bedeutet.

Neben dem Publikationsfonds bietet die TIB Mitgliedern der Leibniz Universität noch weitere Möglichkeiten der Finanzierung von Open-Access-Veröffentlichungen. Artikel, die in Zeitschriften der Royal Society of Chemistry (RSC) erschienen sind, können über das Programm „Gold for Gold“ ohne weitere Kosten unter eine freie Lizenz gestellt werden. Auch für IEEE-Zeitschriften verfügt die TIB über ein vorab bezahltes Kontingent an Open-Access-Artikeln. Für Veröffentlichungen aus dem Gebiet der Hochenergiephysik übernimmt das Konsortium SCOAP³ die Publikationsgebühren. Die genauen Bedingungen und die Vorgehensweise für alle genannten Angebote finden sich auf den Webseiten der TIB im Bereich „Open Access finanzieren“.

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Stefan Schmeja

Stefan Schmeja

... arbeitet im Bereich Publikationsdienste der TIB und ist insbesondere für Beratung und Schulungen zum Thema Open Access zuständig.
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