Initiative OA2020 fordert Datenanalyse in Bibliotheken

Unter Federführung der Max Planck Digital Library ist kürzlich eine internationale Initiative Open Access 2020 (OA2020) entstanden, die in einer Expression of Interest eine schnellere Transformation des wissenschaftlichen Publikationswesens hin zu Open Access fordert. Unter den aktuell 37 Unterzeichnern sind viele namhafte Wissenschaftseinrichtungen, aus Deutschland bspw. Wissenschaftsrat, HRK, DFG, MPG, Leibniz, Helmholtz, Fraunhofer und so weiter.

In der begleitenden Roadmap, die praktische Schritte vorschlägt, wird den Bibliotheken eine maßgebliche Rolle zugeschrieben:  „As libraries are the organizers of the cash flows in the subscription system, they are the ones who must show leadership in grasping that their acquisition budgets need to be liberated and reinvested in open access publishing services.“

Es werden in der Roadmap weiterhin fünf Themenbereiche adressiert, zu denen konkrete Empfehlungen gegeben werden. Im Kontext von Forschungsinformationssystemen ist insbesondere der Punkt Datenanalyse interessant:

2) Analysis: Get a better understanding of publishing output and cost distribution
– Improve data analytics capacities; in general, libraries must become better informed about where their researchers publish
– Monitor publishing output in terms of OA shares and publisher distribution
(…)

Für die anstehenden Verhandlungen und die Neuorganisation von Zahlungsströmen können Forschungsinformationssysteme eine empirische Grundlage liefern. Die Roadmap der Initiative OA2020 ist damit auch ein Appell an wissenschaftliche Bibliotheken sich mit Forschungsinformationssystemen an ihren Einrichtungen zu beschäftigen und den möglichen Nutzen für die Erwerbungspolitik und die OA-Transformation zu evaluieren.

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