Neue berufliche Rollen? Kompetenz- und Aufgabenprofile in der IT- gestützten Forschungsberichterstattung – Forschungsprojekt BERTI startet am DZHW

An der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Verwaltung spannt sich das breite Aufgabenfeld von ForschungsreferentInnen und WissenschaftsmanagerInnen auf. Es reicht von der Antragsberatung für Fördermittel und Careerservice über die Betreuung von Graduiertenschulen bis hin zum Qualitätsmanagement sowie Wissens- und Technologietransfer. Bestandteil dieses Tätigkeitsspektrums sind auch die Forschungsdokumentation sowie die Erfassung und Analyse von Forschungsleistungen.

Heterogene Berichtsanlässe, ein wachsender sowie zunehmend ausdifferenzierter Kreis an Datennachfragern und die engere Einbindung von Forschungsinformationen in strategische Entscheidungsprozesse für den organisationsinternen Steuerungsbedarf lassen die Nutzung komplexer technischer Lösungen und Informationssysteme sinnvoll erscheinen. Damit erlangt das Tätigkeitsprofil der Forschungsberichterstattung neue Qualitäten: Die Digitalisierung hält Einzug und verändert nachhaltig Arbeitsprozesse und Abläufe sowie Stellenprofile.

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euroCRIS Membership Meeting vom 18.-20.11.2019 in Münster

Das zweite diesjährige euroCRIS Membership Meeting wird vom 18.-20.11.2019 in Münster stattfinden. Merken Sie sich den Termin gern vor. Weitere Informationen hierzu finden sie auch künftig unter: http://eurocris.wwu.de.

Über die Membership Meetings

Ganz entgegen der Bezeichnung richten sich die zweimal pro Jahr stattfinden „Membership Meetings“ nicht exklusiv an Mitglieder von euroCRIS, sondern sind offen für alle Interessierten rund um Themen wie Forschungsinformationen, Forschungsberichterstattung und Forschungsinformationssysteme (FIS). Die Membership Meetings finden wechselnd in unterschiedlichen europäischen Ländern statt. Traditionell werden die Aktivitäten im Gastgeberland stärker in den Fokus gerückt und durch Berichte zu internationalen Entwicklungen ergänzt. Auf diese Weise sollen der Austausch wie die Zusammenarbeit innerhalb der nationalen, europäischen und internationalen FIS-Community gefördert werden.

Über euroCRIS

euroCRIS ist eine internationale Vereinigung, die Experten und Interessierte rund um den Bereich Forschungsinformationen und Forschungsinformationssysteme (FIS/CRIS) zusammenbringt. Das wesentliche Anliegen von euroCRIS ist die Förderung der Zusammenarbeit und des Wissensaustauschs innerhalb der internationalen FIS-Community sowie der Standardisierung von Forschungsinformationen. Hierzu entwickelt euroCRIS bspw. das gemeinsame europäische Forschungsinformationsformat CERIF. Mehr über euroCRIS finden Sie unter: https://www.eurocris.org/

Converis – das kommerzielle Forschungsinformationssystem zum selber bauen

Warum ein FIS an der Universität Münster (WWU)?

Es ist nun mittlerweile mehr als 10 Jahre her, dass an der WWU die Überlegungen gereift sind: Wir brauchen ein Forschungsinformationssystem (FIS). Ende 2008 wurde ein entsprechendes Einführungsprojekt ins Leben gerufen mit dem Ziel, Informationen über die vielfältigen Forschungsaktivitäten und -ergebnisse an einer Stelle verfügbar und sowohl für die interne wie externe Berichterstattung als auch die Außendarstellung zugänglich zu machen. Ferner sollte die mehrfache Erhebung von Forschungsinformationen vermieden und hierzu – wenn möglich – auf bestehende Prozesse, bei denen benötigte Daten anfallen, aufgesetzt werden. Diese doch grundlegenden Ziele wurden zunächst in konkrete Anforderungen heruntergebrochen und in eine fachliche Konzeption überführt. Detaillierte Informationen hierzu finden Sie in der einen oder anderen Veröffentlichung, etwa hier, hier und hier. Die fachliche Konzeption war die Grundlage für die weiteren Auswahlentscheidungen. Gegen eine Individualentwicklung und für eine kommerzielle FIS-Lösung haben allen voran der hohe initiale Entwicklungsaufwand und die Herausforderungen der nachhaltigen Sicherung des Entwicklungs-Know-Hows gesprochen. Gewissermaßen als Kompromiss aus Individualentwicklung und kommerziellem System ist die Auswahl letztlich auf Converis gefallen.

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VIVO – mit Open Source und Linked Data zu verschiedenen Zielen

Die community-gestützte Open-Source-Software VIVO gibt es seit etwa 15 Jahren. Ursprünglich wurde sie an der Cornell University entwickelt. Über die Zeit hat sich ein großes Netzwerk von VIVO-einsetzenden Institutionen entwickelt. Weltweit sind zur Zeit 165 Anwender registriert – wobei dort längst nicht alle aktiven VIVO-Implementierungen erfasst sind. Das Open Science Lab der Technischen Informationsbibliothek ist seit 2013 aktiv in der VIVO-Community mit dem Ziel, „dezentrale, offene, web-basierte Infrastruktur für Forschungsinformationen als Inspiration für bessere fachliche Kommunikation und Kollaboration“ zu erforschen. VIVO wurde seitdem in verschiedenen Projekten eingesetzt. Seit 2017 hat die TIB eine öffentlich zugängliche VIVO-Installation, die seitdem kontinuierlich weiterentwickelt wird. Ebenfalls seit 2017 ist die die TIB Mitglied bei der VIVO-Dachorganisation Duraspace und engagiert sich in vielfältiger Weise in der Weiterentwicklung der Software, der Ontologie und der Community. [1]

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„Forschungsinformationssystem“ beim diesjährigen Bibliothekskongress

In diesem Jahr findet der 7. Bibliotheks Kongress in Leipzig statt, der zugleich der 108. Deutsche Bibliothekartag ist. Die Veranstaltungsformate variieren von “klassischen” Vorträgen über Fishbolws bis hin zu interaktive Hands-On Labs. Dabei werden alle denkbaren Themen für öffentliche als auch wissenschaftliche Bibliotheken angesprochen. Parallel findet eine Messe statt, bei der sich viele Aussteller zu den verschiedensten Themen präsentieren. Darüber hinaus ist es eine tolle Gelegenheit, mit bekannten und neuen Leuten ins Gespräch zu kommen.

Aus Sicht der DINI AG-FIS gibt es einige lohnenswerte Veranstaltungen, z.B. zu den Themen Autorenidentifikation, Forschenden-Profile, Hochschulbibliographien und Metriken. Die folgende Liste soll als Hilfe für FIS-Interessierte dienen und ist sicher nicht vollständig, da das Thema Forschungsinformationssysteme in der Bibliothekswelt viele Berührungspunkte hat. Weitere Hinweise gern in den Kommentaren geben und ich übernehme sie in die Liste.

Viel Spaß in Leipzig!
Vielleicht sieht man sich.

Daniel Beucke – SUB Göttingen

Montag, 18.03.

Aus der Session “Mit Zahlen steuern” (09:00 – 11:30 Saal 4):

09:30 – 10:00 Saal 4
Traditionell oder alternativ: Wie Forschende Metriken nutzen, verstehen und selbst anwenden
Astrid Orth (Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen)

10:30 – 11:00 Saal 4
„Im Wikiversum wirken.“ Zitation digitaler Quellen in der Wikipedia erleichtern und den Impact bibliothekarischer Repositorien messen
Lars Müller (Leibniz Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, Berlin)

 

Aus der Session “Identifikatoren in Katalogen” (14:15 – 15:45 Saal 4):

14:15 – 14:45 Saal 4
ORCID DE: Positionen zur Entwicklung und Zukunft der Autorenidentifikation in Deutschland Paul Vierkant (Helmholtz Gemeinschaft, Potsdam)

 

Die öffentliche Arbeitssitzung “Hochschulbibliotheken im Spannungsfeld zwischen Innovation und Kerngeschäft (16:00 – 18:00 Vortragsraum 11):

u.a.:

  • Erkennen und Konsequenzen aus Predatory Publishing für Hochschulbibliographien
    Friederike Borchert (Technische Hochschule, Wildau)
  • Zwei Fliegen mit einer Klappe: Hochschulbibliografie und Forschungsmonitoring der Hochschule verbinden. Ein Projekt an der Technischen Hochschule Köln #
    Kerstin Klein (Technische Hochschule Köln)

Dienstag, 19.03.

Aus der Session “Open Access Umsetzen” (09:00 – 10:30 Vortragsraum 12)

09:30 – 10:00 Vortragsraum 12
Höhen und Tiefen beim Aufbau einer Hochschulbibliographie – Ein Praxisbericht
Daniel Beucke (Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen)

10:00 – 10:30 Vortragsraum 12
Open-Access-Monitoring mit Hilfe von Hochschulbibliographien und der Anbindung an Forschungsinformationssysteme
Thomas Scheffler (Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek, Jena)

Mittwoch, 20.03.

Hands-On Lab digital “Der Mensch im Mittelpunkt – und was kommt drumherum?” (09:00 – 11:00 Beratungsraum 3)

Daniel Beucke (SUB Göttingen), Astrid Orth (SUB Göttingen), Ben McLeish (Altmetric, LLP, London)

Die Geschäftsstelle der Leibniz-Gemeinschaft sucht ein neues Informationssystem zur Datenerfassung und Berichterstattung

Die Geschäftsstelle der Leibniz-Gemeinschaft veröffentlichte am 14.12.2018 eine Ausschreibung für ein neues Informationssystem zur Datenerfassung und Berichterstattung sowie der anschließenden Datenpflege und Support. Insbesondere soll eine umfangreiche jährliche Datenabfrage bei den 93 Leibniz-Einrichtungen mit Hilfe des neuen Systems durchgeführt werden, deren Ergebnisse unter Anderem für die Erstellung des Berichts zum Stand der Umsetzung des Paktes für Forschung und Innovation verwendet werden sollen.

Das neue System soll die Dateneingabe und –prüfung erleichtern, indem es neben Plausibilitätsprüfungen und Workflows Schnittstellen zu Excel und ggf. zu anderen Programmen wie Forschungsinformationssystemen herstellt, um den Datenaustausch so weit wie möglich zu automatisieren. Weiterhin soll ein integriertes Berichtssystem zur zentralen und dezentralen Auswertung von Daten geschaffen werden, das die Daten vielseitig verfügbar macht. Zentrale Mehrwerte durch den Gebrauch von (Forschungs-)Informationssysteme sollen so geschaffen werden (siehe bspw. das Positionspapier der DINI AG FIS: Forschungsinformationssysteme in Hochschulen und Forschungseinrichtungen).
Der Ablauf der Teilnahmefrist ist am 20.01.2019, 18 Uhr. Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.service.bund.de/IMPORTE/Ausschreibungen/editor/Wissenschaftsgemeinschaft-Gottfried-Wilhelm-Leibniz-e-V/2018/12/2705880.html

Zusammenfassung des Workshops „Umsetzung des Kerndatensatz Forschung in der bibliothekarischen Praxis“

Mit dem Workshop „Umsetzung des Kerndatensatz Forschung in der bibliothekarischen Praxis“ wurde am 24. Oktober 2018 in der Geschäftsstelle der Leibniz-Gemeinschaft in Berlin die Frage aufgegriffen, welche Auswirkungen der KDSF auf die aktuelle bibliothekarische Praxis hat. Organisiert vom Helpdesk zur Einführung des Kerndatensatz Forschung und der DINI AG Forschungsinformationssysteme haben mehr als 60 Vertreterinnen und Vertretern aus unterschiedlichen Hochschulen und Forschungseinrichtungen über die (potentielle) Rolle der Bibliotheken in der institutionellen Implementierung des KDSF diskutiert, sich ausgetauscht und Lösungsansätze vorgestellt.

Im Mittelpunkt standen die Fragen, welche Auswirkungen der KDSF auf die bibliothekarische Praxis hat, welche organisatorischen und technischen Herausforderungen sich für die Bibliotheken bei der Implementierung ergeben und welche diesbezüglichen Strategien und Best-Practices an verschiedenen Einrichtungen bereits zur Anwendung kommen. Neben verschiedenen Vorträgen gab es für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch die Gelegenheit, sich an thematischen Tischen mit Vertreterinnen und Vertretern des Helpdesks und der DINI-AG zu unterschiedlichen Aspekten des KDSF detaillierter auszutauschen und Fragen zu stellen.

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Folien des ORCID DE Workshops – Perspektiven und Technik online

Am 08. November 2018 fand im Anschluss an die DINI-Jahrestagung in der Stadthalle Bielefeld der dritte ORCID DE Workshop – Perspektiven und Technik statt. Mehr als 92 Vertreterinnen und Vertreter wissenschaftlicher Informationsinfrastruktureinrichtungen diskutierten über die technischen Möglichkeiten und Herausforderungen bei Implementierung von ORCID sowie die Perspektive von PIDs in Deutschland.

Die Folien der Veranstaltung sind jetzt online:

Poster

Impressionen vom Workshop sind auf Twitter unter dem Hashtag #ORCID_DE zu finden.

Das ORCID DE Projekt bedankt sich bei allen Teilnehmenden für die spannenden und bereichernden Diskussionen. Eine besonderer Dank gilt den Referentinnen und Referenten sowie der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Universitätsbibliothek Bielefeld für die Unterstützung bei der Finanzierung und Organisation des Workshops.

Diesen Beitrag nutzen wir mit freundlicher Unterstützung des ORCID DE Projekt nach. Er erschien im ORCID-DE Blog.

Positionspapier – Autorenidentifikation anhand der Open Researcher and Contributor ID

Im Rahmen des dritten ORCID DE Workshops wurde die Veröffentlichung des Positionspapiers „Autorenidentifikation anhand der Open Researcher and Contributor ID“ bekannt geben.

Auszug aus dem Abstract:
„Das Positionspapier findet seinen Ursprung im von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten und von DINI initiierten Projekt ORCID DE, das die Förderung und Verbreitung der Open Researcher and Contributor ID (ORCID) zum Ziel hat. Das Positionspapier ist das Ergebnis der Zusammenarbeit von 14 Mitgliedern der DINI- Arbeitsgruppen Elektronisches Publizieren (E-Pub), Forschungsinformationssysteme (FIS) sowie Kompetenzzentrum Interoperable Metadaten (KIM), die ihre unterschiedlichen Perspektiven auf die Herausforderungen und Lösungen in Bezug auf die Autorenidentifikation in dieses Positionspapier eingebracht haben. Dieser Ansatz verfolgt einen ganzheitlichen Blick auf das Thema Autorenidentifikation an wissenschaftlichen Einrichtungen in Deutschland. Das Positionspapier soll den Informationsinfrastrukturen dieser Einrichtungen einerseits eine strategisch-orientierte, andererseits eine technisch-praxisorientierte Handreichung und somit Hilfe bei der Implementierung von ORCID sein.“

Das Positionspapier wurde open access veröffentlicht unter: https://doi.org/10.18452/19528

Fragen (und Antworten) zum DINI-Workshop zur Umsetzung des Kerndatensatz Forschung in der bibliothekarischen Praxis

Am 24. Oktober 2018 findet ein ganztägiger Workshop zur Umsetzung des Kerndatensatz Forschung (KDSF) in der bibliothekarischen Praxis in Berlin in der Geschäftsstelle der Leibniz-Gemeinschaft statt.

In Vorbereitung auf den Workshop möchte Ihnen die DINI AG FIS und das Helpdesk KDSF des DZHW gerne die Gelegenheit geben, vorab Fragen zu formulieren, auf die sich die Referentinnen und Referenten vorbereiten können und die in die Diskussionen einfließen werden. Hierzu haben wir ein Dokument in Form eines Etherpads vorbereitet, in das Sie Ihre Fragen vor oder auch während des Workshops schreiben können.Bitte tragen Sie dort Ihre Fragen ein, die gerne die ganze Bandbreite der Fragestellungen rund um den Kerndatensatz und die Einführung eines Forschungsinformationssystems an Ihrer Einrichtung umfassen können.

Die Antworten werden wir im Anschluss an den Workshop im Etherpad ergänzen.

Weiter Informationen und das Programm finden Sie auf der DINI-Seite.